Wichtig für Deutschland und die Welt

Kirchentag: Merkel lobt Energiewende

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Angela Merkel fordert, den mit der Energiewende eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

Hamburg - Bundespolitik goes Kirchentag. Merkel und Steinbrück in Hamburg. Die Kanzlerin sieht die deutsche Energiewende als Vorbild. SPD- Herausforderer Steinbrück lobt das Ehrenamt.

 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auf dem Evangelischen Kirchentag in Hamburg den weltweiten Vorbildcharakter der Energiewende in Deutschland hervorgehoben. „Andere werden auf uns schauen und werden fragen: Haben die das hingekriegt?“, sagte Merkel am Freitag bei einer Podiumsdiskussion. „Wir müssen das schaffen mit der Energiewende, davon bin ich zutiefst überzeugt.“ Das sei wichtig für Deutschland, aber auch für die Welt. Denn wenn dies nicht gelinge, würden andere Staaten „die Hände auch wieder in den Schoß legen“.

Gut vier Monate vor der Bundestagswahl kam auch Merkels SPD- Herausforderer Peer Steinbrück zum Kirchentag. Zunächst informierte er sich - wie zuvor auch die Kanzlerin - in den Messehallen über die dort vertretenen Kircheninitiativen und Sozialprojekte. Dabei lobte er das ehrenamtliche Engagement vieler Menschen. „Das hält die Gesellschaft zusammen.“ Am Nachmittag wollte Steinbrück an einer Diskussionsrunde mit dem Titel „Soziale Marktwirtschaft im Griff der Finanzmärkte“ teilnehmen.

Mehr als 100000 Besucher

Bei der Energiewende in Deutschland sei schon viel erreicht, sagte Merkel weiter, die zum Thema „Schöpfung in der globalisierten Welt“ sprach. Immerhin komme bereits ein Viertel der Energie aus erneuerbaren Quellen. Dieser Weg müsse fortgesetzt werden.

Mit Blick auf die Globalisierung sagte Merkel, angesichts von Umwelt- und Naturzerstörung, Armut und anderen Herausforderungen sei ein wMehr als 100eltweiter Ordnungsrahmen nötig. Das habe sich spätestens in der weltweiten Finanzkrise gezeigt. Wie mühsam die Schaffung eines solchen Ordnungsrahmens sei, werde beim Kyoto-Protokoll deutlich. Ein Nachfolgeabkommen mit weltweiten Vorgaben zum Klimaschutz sei erst nach langem Ringen gelungen. Hier sei noch „unendlich viel zu tun“.

Wie schon am Vortag strömten am Freitag erneut mehr als 100 000 Menschen zu den Veranstaltungsorten des Kirchentags, die Messehallen waren überfüllt. Bei Podien und anderen Veranstaltungen ging es unter anderem um die Ökumene, die Zusammenarbeit aller Christen über ihre jeweilige Konfession hinaus.

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Im Jahr 2019 planen katholische und evangelische Laien den nächsten ökumenischen Kirchentag. „Ich bin zuversichtlich, dass das klappen wird“, sagte der Präsident des Evangelischen Kirchentages, Gerhard Robbers. Dazu seien freilich noch zahlreiche Gespräche und Vorbereitungen nötig. Ähnlich äußerte sich der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück.

Bereits 2017, dem 500. Jahrestag der Reformation, werde es ein „ökumenisches Zeichen“ geben. Welches, stehe noch nicht fest. Ökumenische Kirchentage gab es bisher 2003 in Berlin und 2010 in München. Der Ort der dritten Auflage ist offen. Hamburgs Erzbischof Werner Thissen hat seine Stadt als Gastgeber vorgeschlagen.

Am Donnerstagabend wurde eine extra für den Kirchentag komponierte Oper uraufgeführt. Das Glaubensfest mit mehr als 117 000 Dauerteilnehmern und Zehntausenden Tagesgästen dauert noch bis Sonntag.

dpa 

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