Merkel verteidigt Islam-Erklärung gegen parteiinterne Kritik

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Für Kanzlerin Merkel ist "es Realität, dass der Islam inzwischen auch zu Deutschland gehört." Foto: Claudia Kornmeier

Hamburg (dpa) - Bundeskanzlerin Merkel (CDU) hat ihre Islam-Erklärung gegen parteiinterne Kritik verteidigt. In Deutschland lebten rund vier Millionen Muslime, es gebe islamischen Religionsunterricht, Lehrstühle für islamische Theologie und eine Islamkonferenz.

"Deshalb ist es Realität, dass der Islam inzwischen auch zu Deutschland gehört.", sagte Merkel dem "Hamburger Abendblatt".

Die ursprünglich vom früheren Bundespräsidenten Christian Wulff stammende Äußerung, der Islam gehöre auch zu Deutschland, hatte sich Merkel Mitte Januar zu eigen gemacht. Daraufhin widersprach ihr Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (auch CDU). Muslime seien in Deutschland willkommen und könnten ihre Religion ausüben. "Das bedeutet aber nicht, dass der Islam zu Sachsen gehört", hatte er der "Welt am Sonntag" gesagt.

In Deutschland leben rund vier Millionen Muslime, 98 Prozent von ihnen in den westdeutschen Bundesländern. In Sachsen sind es 0,7 Prozent.

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