Jeder fünfte Jugendliche trägt ein Messer

Messer-Verbot geplant: Immer mehr Attacken in deutschen Städten

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Kommt das Messer-Verbot?

Messer-Attacken werden in Deutschland immer häufiger. Vor allem Jugendliche tragen die Waffen mit sich. Der Bundesrat plant nun ein Messer-Verbot an öffentlichen Orten.

Berlin - Im Bundesrat ist am Freitag ein Vorstoß gegen das Mitführen feststehender Messer im öffentlichen Raum beraten worden. Der Gesetzesvorstoß der Länder Niedersachsen und Bremen sieht dies für Messer mit einer Klingenlänge von mehr als sechs Zentimetern sowie für alle Springmesser vor. Zudem soll die Möglichkeit geschaffen werden, das Tragen von Waffen und Messern an bestimmten öffentlichen Plätzen grundsätzlich zu verbieten.

Jeder fünfte Jugendliche trägt ein Messer mit sich

Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) verwies zur Begründung des Vorstoßes, der nun in den Ausschüssen weiter beraten wird, auf eine Zunahme von Messerattacken in deutschen Städten. Studien zufolge trage inzwischen jeder fünfte Jugendliche ein Messer mit sich, entweder zur Verteidigung oder um andere zu bedrohen. Auch gebe es das "zumindest subjektive Gefühl, dass die Lage auf unseren Straßen unsicherer wird".

"Nur wer ein Messer bei sich trägt, kann es im Zweifel auch gegen andere einsetzen", sagte Pistorius weiter. Der Gesetzentwurf sieht daher vor, Ausnahmen von dem bereits bestehenden Verbot für das Mitführen von Springmessern abzuschaffen und beim Verbot feststehender Messer die Vorgabe für die Klingenlänge von zwölf auf sechs Zentimeter zu verkürzen.

Waffenverbotszone an öffentlichen Orten

Waffenverbotszonen sollen örtliche Behörden an Orten "mit vielen Menschen auf engem Raum, etwa in Fußgängerzonen, Einkaufszentren, öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Umfeld von Kindergärten und Schulen" einrichten können. Bisher für solche Verbote bestehende Hürden sollen abgebaut werden. So soll es keine Voraussetzung mehr sein, dass dort bereits Straftaten stattgefunden haben. Vielmehr sollen die Behörden auch präventiv tätig werden können.

Immer wieder kommt es zu Messer-Attacken: Es ist ein furchtbarer Angriff, den ein Mann nachts in Bremen über sich ergehen lassen musste. Nach einem Streit mit einer Gruppe kam es zur Messerattacke im Park.

AFP

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