Mexiko: Künftiger Präsident kontert Betrugs-Vorwurf

+
Mexikos künftiger Präsident Enrique Peña Nieto

Frankfurt - Mexikos künftiger Präsident Enrique Peña Nieto ist Behauptungen seiner Gegner entgegengetreten, seine Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI) habe ihm durch Betrug den Sieg bei den Präsidentenwahlen verschafft.

“Ich glaube, dass die Anschuldigungen keine Basis haben“, sagte der 45-jährige Politiker der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstag). Nach dem amtlichen Endergebnis und einer Neuauszählung von mehr als der Hälfte der Urnen hat Peña Nieto 38,2 Prozent der Stimmen erhalten, sein Konkurrent Andrés Manuel López Obrador erhielt demnach 31,6 Prozent.

López Obrador von der linksgerichteten der Partei der Demokratischen Revolution (PRD) ficht die Wahl vom 1. Juli an. Mit der Behauptung, die PRI habe fünf Millionen Stimmen gekauft, will er vor die Gerichte ziehen und möglicherweise eine Annullierung des Urnengangs erreichen.

Krisenhelfer IWF und Weltbank: Was machen die eigentlich?

Krisenhelfer IWF und Weltbank: Was machen die eigentlich?

Den Betrugsvorwurf wies Peña Nieto in dem “FAZ“-Interview zurück. Die Anschuldigungen seien inszeniert worden: “Wir glauben, dass es sich um grundlose Vorwürfe unserer Widersacher auf der Linken handelt“, sagte er. Demokratie und Fortschritt in Mexiko seien mit der Wahl gestärkt worden. “Es ist eine Beleidigung für die mehr als 49 Millionen Mexikaner, die frei gewählt haben, zu behaupten, ihre Stimmen seien erzwungen worden.“

Der frühere Gouverneur des Bundesstaates Estado de México betonte in dem Gespräch erneut, er werde in dem Kampf gegen die organisierte Kriminalität nicht nachlassen, aber “die Strategie erweitern“, wie er ausführte. “Wir müssen fortführen, was getan wurde, und zudem darauf fokussieren, die Gewalt zu reduzieren“, sagte er. So solle die Zahl der Bundespolizisten von rund 35 000 auf 50 000 erhöht werden. In den fünfeinhalb Jahren der Amtszeit des bisherigen Präsidenten Felipe Calderóns sind im mexikanischen Drogenkrieg weit über 50 000 Menschen getötet worden.

dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.