Bundesregierung beklagt Situation

Berlin: Zustände am Absturzort "unerträglich"

Berlin - Die Bundesregierung  hat die Situation am Absturzort der malaysischen Passagiermaschine in der Ostukraine als unerträglich bezeichnet.

„Was wir da an Bildern gesehen haben von der Absturzstelle, spottet im Grunde jeder Beschreibung“, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amts, Martin Schäfer, am Montag in Berlin.

Er kritisierte unter anderem, dass die prorussischen Separatisten Leichen und Leichenteile von Opfern des Absturzes immer noch nicht freigegeben hätten. Zudem hätten „Dutzende Journalisten die Gelegenheit bekommen, Beweismittel zu zertrampeln“. Die internationalen Beobachter der OSZE  würden daran gehindert, ihre Arbeit zu machen. „All das sind Dinge, die zurecht die Weltöffentlichkeit empören“, sagte Schäfer.

Putin macht Ukraine verantwortlich für Absturz

Kremlchef Wladimir Putin hat eine Verantwortung Russlands für den Absturz des malaysischen Flugzeugs in der Ukraine zurückgewiesen und vor einem politischen „Missbrauch“ der Katastrophe gewarnt. Hätte die Regierung in Kiew Ende Juni den Kampf gegen die Separatisten im Osten des Landes nicht wiederaufgenommen, wäre die Tragödie nicht geschehen, sagte Putin in einer am Montag in Moskau veröffentlichten Videobotschaft.

dpa

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