Für Flüchtlinge zwischen 2013 und 2016

EU kündigt Zahlungen an: Das soll Deutschland für die Flüchtlingskrise bekommen

+
Die EU-Kommission in Brüssel.

Deutschland kann im nächsten Jahrzehnt auf hohe Zahlungen der EU als Ausgleich für die Flüchtlingskrise hoffen.

Brüssel - Deutschland kann im nächsten Jahrzehnt auf mehrere Milliarden Euro der EU als Ausgleich für die Flüchtlingskrise hoffen. Für jeden zwischen 2013 und 2016 aufgenommenen Nicht-EU-Bürger seien in den Planungen für den nächsten EU-Finanzrahmen 2800 Euro vorgesehen, bestätigte die EU-Kommission am Freitag. Laut der EU-Statistikbehörde Eurostat betrug die Nettozuwanderung nach Deutschland von außerhalb Europas in dem Zeitraum 1,7 Millionen Menschen. Rechnerisch ergibt sich damit ein Betrag von rund 4,8 Milliarden Euro.

Lesen Sie auch: Bamf-Skandal: Altmaier weist Schuld von sich - und zeigt so auf seinen Kollegen

Zustimmung durch Mitgliedsstaaten und EU-Parlament nötig

Über die detaillierten Pläne hatte am Freitag zuerst die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. Die Planungen der EU-Kommission beziehen sich auf den nächsten EU-Finanzzeitraum von 2021 bis 2027. Die Gelder für die Flüchtlingsaufnahme würden aus den Regional- und Strukturfonds kommen. Dort führte die Kommission auf Drängen der Bundesregierung ein Kriterium ein, das Anstrengungen bei der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen belohnen soll.

Lesen Sie auch: Zollstreit mit USA: Jetzt stellt sich Europa quer - „Tür ist geschlossen“

Dem gesamten nächsten EU-Finanzrahmen müssen noch die EU-Mitgliedstaaten und das Europaparlament zustimmen. Insgesamt soll die EU-Förderung für Deutschland nach den Kommissionsplänen aber sinken. Sie plant für Deutschland zwischen 2021 und 2027 nur noch 15,7 Milliarden Euro ein - über ein Fünftel weniger als bisher. Die Flüchtlingsgelder würden damit fast ein Drittel aller Gelder für Deutschland ausmachen.

AFP

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.