3,4 Millionen gehen an zehn Kommunen mit Erstaufnahme

Wiesbaden. Rund 3,4 Millionen Euro erhalten die zehn Städte und Gemeinden in Nordhessen, die in einer Erstaufnahme Flüchtlinge unterbringen.

Das geht aus Informationen hervor, die unserer Zeitung vorliegen und die Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) morgen bekanntgeben wird.

Das Geld stammt aus dem eine Milliarde schweren Kommunalen Investitionsprogramm (KIP), das Schäfer bereits im September vorstellte. Schon damals war klar, dass Kommunen mit einer Erstaufnahme einen extra Zuschuss bekommen würden. Die Höhe war bisher aber unbekannt.

Die größten Profiteure sind dabei die Stadt Kassel mit 773 708 Euro und die Gemeinde Calden, die 734 486 Euro erhält. Es folgen: Rotenburg an der Fulda (565 648), Kirchheim (288 919), Bad Arolsen (169 924), Fuldatal (53 946), Gemünden (167 751), Hessisch-Lichtenau (237 869), Hofgeismar (201 302) und Korbach (205 646).

Diese Beträge kommen zu der Summe, die den Kommunen laut KIP ohnehin schon zustand. Kassel erhält durch die neue Förderung jetzt insgesamt 41 731 168 Euro.

Das Geld ist insbesondere für Projekte gedacht, die die Infrastruktur betreffen. Es kann aber für alle Bereiche verwendet werden. Bei diesen Projekten übernehmen die Kommunen dann einen Eigenanteil von 20 Prozent.

Insgesamt steht im KIP ein Investitionsvolumen von 25 Millionen für Erstaufnahme-Kommunen zur Verfügung. Die ersten 15 Millionen Euro sind damit jetzt vergeben. Finanzminister Schäfer will damit die Kommunen unterstützen, die durch die Erstaufnahme besonders vor Herausforderungen stehen. Die Höhe der Mittel richtet sich nach den Belegungszahlen in den Unterkünften zum Jahresende. (mho)

Rubriklistenbild: © dpa

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