Millionenspende in Marburg: Verwendung noch unklar

Marburg. Wohin mit den vier Millionen Euro? Was die Stadt Marburg mit der Millionen-Spende des Milliardärs Reinfried Pohl macht, ist noch weitgehend offen.

Jeweils 500 000 Euro seien bereits an die Stiftungen St. Jakob und Heilige Elisabeth weitergeleitet worden, bestätigte am Mittwoch ein Stadtsprecher. Die übrigen drei Millionen Euro wurden im Ergebnis- und Finanzhaushalt verbucht, unter anderem für Kultur und Bildung. „Das heißt aber nicht, dass dabei über eine konkrete Verwendung entschieden worden ist.“ Wohin das Geld letztlich fließt, müsse das Stadtparlament beschließen. „Das ist noch völlig offen“, sagte der Sprecher.

Die Marburger Stadtverordneten hatten am vergangenen Freitag mit großer Mehrheit dafür gestimmt, die Spende des Unternehmers anzunehmen und „ausdrücklich für den mit der Spende zum Ausdruck gebrachten Bürgersinn und das soziale Engagement“ gedankt. Laut Schriftführer Norbert Wagner votierten die Fraktionen von SPD, CDU, Grünen, FDP und Bürger für Marburg geschlossen mit „Ja“. Die Fraktion der Marburger Linken und ein Parlamentarier der Marburger Bürgerliste stimmten gegen die Annahme.

Es gab eine Enthaltung. Pohl ist Vorstandschef der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) und überreichte der Stadt im Dezember 2011 eine Spende in Höhe von vier Millionen Euro. Es hatte deswegen eine Diskussion um die Frage gegeben, ob die Stadt die Spende annehmen soll. (dpa)

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