Mindestlohndebatte: CDU legt Streit bei

Leipzig - Die CDU hat ihren Streit um die Einführung von Mindestlöhnen beigelegt und schwenkt weitgehend auf die Linie der Bundeskanzlerin Angela Merkel ein.

Vor dem CDU-Bundesparteitag am Montag hätten sich die Antragsteller der verschiedenen Parteiflügel geeinigt, dass sich die Lohnuntergrenze “nicht an einem Tarifvertrag“ orientieren soll, sagte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe am Sonntag nach einer Bundesvorstandssitzung seiner Partei in Leipzig.

Das ist weitgehend die Position der Vorsitzenden und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie setzt sich für regional- und branchenspezifische Lohnuntergrenzen ein. Der Sozialflügel wollte ursprünglich eine Anbindung an die Zeitarbeitsbranche, die zwischen sieben und acht Euro pro Stunde zahlt.

Stattdessen solle sich die angestrebte Kommission der Tarifpartner an den etwa zehn bisher gefundenen Lohnuntergrenzen orientieren, sagte Gröhe nun. Diese Verständigung trage auch die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) mit. Gröhe sagte, er gehe davon aus, dass sich nun die CDU-Antragskommission damit erneut befassen werde. Bisher empfiehlt sie die Forderung nach einem flächendeckenden Mindestlohn angebunden an die Zeitarbeitsbranche.

dpa

Rubriklistenbild: © AP

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.