Hessen will Warnschilder vor Radarfallen aufstellen

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Landstraße mit Radarfallen-Warnhinweis in Hessen: So wie hier in der Eifel könnte es nach dem Willen der Landesregierung bald überall aussehen.

Kassel/Wiesbaden. Zuerst hat sich Hessens Verkehrsminister Florian Rentsch vergeblich für die Zulassung von Radar-Warngeräten eingesetzt. Doch jetzt will der FDP-Politiker im eigenen Bundesland Warnschilder vor fest installierten Radarfallen oder Ampel-Blitzanlagen aufstellen.

„Ich bereite für Ende August eine Anordnung zum Schutze der Autofahrer vor Radar-Abzocke in Hessen vor“, sagte der Minister im Interview mit der „Bild“-Zeitung. Diese sollten rechtzeitig gewarnt werden, „damit sie ihre Fahrweise der Situation anpassen“.

Die SPD-Opposition bezeichnete es als unverantwortlich, Geschwindigkeitsüberwachungen als „Abzocke“ zu diffamieren. Zu hohe Geschwindigkeit sei Ursache für rund 50 000 Unfälle mit Verletzten, kritisierte der Abgeordnete Günter Rudolph. Wenn Rentsch jetzt vor Radarfallen warnen wolle, dann komme dies einer faktischen Aufhebung von Geschwindigkeitsbegrenzungen außerhalb solcher Anlagen gleich. Auch die Gewerkschaft der Polizei in Hessen lehnt solche Warnschilder ab. (lhe)

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