Sprossen-Hersteller: „Wurden vorverurteilt“

Minister wegen Ehec in Kritik

Hannover. Neuer Streit um das Ehec-Krisenmanagement: Die Geschäftsführung des Gärtnerhofs Bienenbüttel hat Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gert Lindemann (CDU) massiv kritisiert. „Uns ist bis heute nicht klar, wie er am 5. Juni unter Namensnennung unseres Betriebs diesen Verdacht aussprechen konnte, als ob er schon festgestanden hätte“, sagte Uta Kaltenbach. „Wir wurden vorverurteilt, obwohl es bis heute keinen Beweis gibt, dass unser Hof eine Quelle der Ehec-Epidemie war.“

Für das Agrarministerium eine „absolut unverständliche Kritik“. Lindemann habe den Namen des Betriebes nicht genannt. Zudem decke sich der Vorwurf der zu frühen Warnung nicht mit dem „absoluten Verbraucherschutz im Krisenfall“. Auch die Kritik der fehlenden Beweise sei falsch, betonte ein Ministeriumssprecher. Alle seriösen Institute hätten anhand der vorliegenden Indizien den Hof als Verursacher ausgemacht.

Nach Lindemanns Pressekonferenz hätten die Gärtnerhof-Mitarbeiter Morddrohungen erhalten, sagte Kaltenbach. Wegen der Betriebssperre durch die Behörden hätten sie neun ihrer 15 Mitarbeiter entlassen müssen. (lni)

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