Nach den Vorwürfen gegen den früheren Intendanten

Ministerin Barley äußert sich zum Fall Wedel: "Eindruck eines Schweigekartells" 

Die geschäftsführende Familienministerin Katarina Barley fordert angesichts der Vorwürfe gegen den früheren Intendanten der Bad Hersfelder Festspiele Dieter Wedel eine Debatte über Sexismus und Gewalt gegen Frauen.

Dies gelte unabhängig von dem einen prominenten Fall, sagte die SPD-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Ich bin normalerweise vorsichtig mit solchen Worten, aber: Wenn sich die Anschuldigungen bestätigen, dann ist das ein Skandal, von dem sehr viele Menschen gewusst haben müssen. Ich hoffe sehr, dass jetzt viele Frauen den Mut finden, ihr Schweigen zu brechen."

Barley betonte, es gelte die Unschuldsvermutung. Aber es sei eigenartig, dass so wenige von den vielen Weggefährten aus der Branche Stellung beziehen. "Das erweckt den Eindruck eines Schweigekartells. Ich erwarte hier gerade von den beteiligten öffentlich-rechtlichen Institutionen rückhaltlose Aufklärung", sagte die Politikerin.

Dieter Wedel war nach den Sex-Vorwürfen gegen ihn als Intendant der Bad Hersfelder Festspiele zurückgetreten.

Mehrere Frauen werfen Wedel vor, sie während der gemeinsamen Arbeit sexuell belästigt und sogar vergewaltigt zu haben. Der Regisseur ("Der Schattenmann") wies alle Anschuldigungen zurück.

 (dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / Patrick Seeger/dpa

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