Vor dem SPD-Sonderparteitag in Bonn

Niedersachsens Ministerpräsident Weil wirbt für die große Koalition

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Ja zur GroKo: Stephan Weil istfür diese Lösung.

Göttingen. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil versucht seine Genossinnen und Genossen zu überzeugen, damit dies Ja zur Großen Koalition sagen.

Kurz vor der SPD-Entscheidung am Sonntag beim Parteitag über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil für eine große Koalition geworben.

„Ich glaube, es gibt gute Gründe, dass der Parteitag das jetzt nicht abbricht und weitermacht mit dem, was erreicht worden ist“, sagte der SPD-Politiker bei einem Neumitglieder-Abend am Freitag in Hannover. In den Sondierungsgesprächen habe die SPD bei den für sie wichtigen Bereichen Europa, Bildung und soziale Gerechtigkeit punkten können.

Zur SPD gehöre, kompromissbereit zu sein und Verantwortung zu übernehmen, sagte Weil. Die Bürger seien zur Wahl aufgerufen und die Politiker zur Regierungsbildung. „Wenn die Politiker sagen, wir haben es nicht geregelt bekommen, es gibt Neuwahlen, was sollen da die Menschen sagen?“

Weil hob hervor, dass es SPD und CDU in Niedersachsen nach 40 Jahren erbitterter Konkurrenz nach der Landtagswahl im Herbst gelungen sei, eine große Koalition zu bilden. „Was ist eigentlich vertrauensbildender, die schnelle Regierungsbildung in Hannover oder das Gewürge in Berlin“, gab Weil zu bedenken.

Bei einem SPD-Sonderparteitag in Bonn stimmen am Sonntag 600 Delegierte darüber ab, ob das Sondierungsergebnis ausreicht und die Partei in förmliche Vertragsverhandlungen mit CDU und CSU einsteigen soll. (tko/dpa)

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