Hannover: Die CDU und ihr leckeres Wahlgeschenk

Die CDU in Hannover will mit einem Lebkuchenherz auf Stimmenfang gehen

Lebkuchenherz der CDU.
+
Herz aus Lebkuchen: Damit will die CDU auf Stimmenfang gehen.

Unser Korrespondent in Hannover, Peter Mlodoch, hat wieder genau hingeschaut und -gehört. Das Ergebnis: Die Splitter der Woche aus der Landeshauptstadt.

Hannover – Wahlgeschenk mit Nebenwirkungen: Die CDU in Niedersachsen will mit einem bunten Herz aus Lebkuchen auf Stimmenfang für die Kommunal- und Bundestagswahlen im Herbst 2021 gehen. Damit wolle man insbesondere die Millionen Ehrenamtlichen im Land ansprechen, erklärte Parteichef Bernd Althusmann. Doch das Kleingedruckte auf der Rückseite des in Folie eingeschweißten Gebäcks ist nicht gerade appetitanregend.

Tartrazin, Gelborange S, Azorubin, Allurarot AC, Patentblau V, Brillantblau FCF und Ammoniak-Zuckerkulör sind dort als enthaltene Farbstoffe aufgeführt. „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“, folgt dann noch als Warnhinweis. Da ist es kaum tröstlich, dass man in Niedersachsen erst ab 16 beziehungsweise 18 Jahren wählen darf.

So viel spontane Hilfsbereitschaft ihrer Geschäftsführerin Konstanze Nagel war Grünen-Fraktionschefin Julia Willie Hamburg nicht ganz geheuer. Drei junge Männer saßen auf der Treppe zum Landtag und wollten sich mit ihren Handys ablichten lassen; Nagel kam ihrer Bitte um ein Gruppenbild gern nach. „Weißt Du überhaupt, wen Du da fotografiert hast?“, fragte Hamburg danach leicht vorwurfsvoll.

Unser Korrespondent in Hannover: Peter Mlodoch.

Es hätten schließlich auch Rechtsextreme oder andere zwielichtige Gestalten sein können. Waren sie aber nicht, wie sich Nagel sofort höchstpersönlich überzeugte. Die drei gehörten zur Initiative „Alarmstufe Rot“, die mit einer Aktion vor dem Parlament eigentlich vor dem wirtschaftlichen Kollaps der Veranstaltungsbranche warnen wollte. Der Protest fiel allerdings dem Sturm „Kirsten“ zum Opfer. Immerhin war Hamburg nun beruhigt.

Knappe Kassen erfordern pfiffige Ideen. Noch immer hat die Leuphana Universität Lüneburg an den explodierten Kosten für ihr einst umstrittenes Zentralgebäude, den inzwischen aber oft gelobten futuristischen Libeskind-Bau, zu knapsen.

Da kann jetzt ein Benefiz-Turnier zugunsten der Studierenden nicht schaden. Unter dem Motto „Golfen, Netzwerken, Gutes tun“ lädt die Hochschule ihre Freunde und Förderer am 11. September zum „Charity Golf Cup“ auf die Grüns der Anlage Bad Bevensen ein. Erlös und Spenden will die Uni laut Vizepräsident Jörg Philipp Terhechte zur Finanzierung von Deutschland-Stipendien für herausragende Studenten verwenden.

Andere Formate zum Geldsammeln drängen sich da natürlich gleich auf, vielleicht eine Modenschau zugunsten der Uni-Bibliothek oder eine Oldtimer-Rallye für Computer der allerneusten Generation. (Peter Mlodoch)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.