"Modern ist anders" - Kommentar zu den Personalien in Wiesbaden

Von 17 Positionen, die Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) jetzt in Regierung und Partei zu vergeben hatte, haben gerade einmal drei Frauen bekommen. Und das in der Partei, die Bouffier gerne die modernste aller Parteien nennt. Ein Kommentar von Petra Wettlaufer-Pohl.

Es scheint, der Mut, Neues zu wagen, war bei Volker Bouffier mit der Entscheidung für eine schwarz-grüne Koalition aufgebraucht.

Bei seinen Personalentscheidungen setzte er durchweg auf bekannte Gesichter, die, wenn nicht dem bisherigen Ministerium, so doch der Regierung angehörten. Von einer Verjüngung keine Spur, von Frauenförderung schon gar nicht. Zwei Ministerinnen und eine einzige Staatssekretärin sind eine überaus magere Ausbeute bei 17 Posten. Auch für die Position des CDU-Generalssekretärs holte Bouffier mit dem Darmstädter Landtagsabgeordneten Manfred Pentz einen Mann.

Fraktionschef ist Michael Boddenberg, parlamentarischer Geschäftsführer weiterhin Holger Bellino. Und, wen wundert es noch, auch für das Landtagspräsidium nominierte Bouffier mit Norbert Kartmann und Frank Lortz zwei Männer. Wie lange wollen sich die CDU-Frauen das eigentlich noch gefallen lassen? Modern ist anders.

Im Kabinett ist einzig Peter Beuth als Innenminister neu, doch war auch er schon bislang als CDU-General im nahen Umfeld des Parteichefs Bouffier. Wer sich weniger bewährte, wie Eva Kühne-Hörmann in der Affäre um die Privatuni European Business School (EBS) , bekam eben ein anderes Ressort. Das gilt auch für den nicht gut gelittenen Boris Rhein, dem der Wechsel vom Innen- ins Wissenschaftsministerium kaum gefallen dürfte. Aber immerhin, er bleibt Minister. wet@hna.de

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