Mit Statistik gegen aufgeheizte Stimmung?

Mordfall Susanna: Tweet von CDU-Ministerpräsident Laschet sorgt für heftige Debatten

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Armin Laschet beim CDU-Landesparteitag in Bielefeld

Der Mord an der 14-jährigen Susanna erhitzt weiter die Gemüter. Jetzt hat sich NRW-Ministerpräsident Laschet mit einem Tweet geäußert, der für heftige Reaktionen sorgt.   

Mainz - Der Mord an Susanna F. aus Mainz heizt die Debatte um den Umgang mit kriminellen Flüchtlingen weiter an. Das 14-jährige Mädchen war mutmaßlich von dem irakischen Flüchtling Ali B. ermordet worden. Jetzt hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) einen Tweet zur Flüchtlingsdebatte abgesetzt, der unmittelbar weitere heftige Debatten nach sich zog. 

„Falls in aufgeheizter politischer und medialer Stimmung jemand an statistischen Fakten interessiert sein sollte“, schreibt Laschet. Dazu teilt der CDU-Politiker eine Statistik, die für die vergangenen Jahre seit 2003 einen deutlichen Rückgang der Anzahl weiblicher Mordopfer unter 18 in Deutschland ausweist. Die Reaktion der User auf den Tweet ist durchwachsen. 

„Schon ein einziges ermordetes Kind, ist absolut eines zu viel. Die Tonalität des MP ist verbesserungswürdig...“, schreibt ein User. „Und was soll das jetzt? Jedes Todesopfer ist zuviel. Oder meinen Sie, dass es OK ist, das Menschen ermordet werden und man damit halt leben muss und es akzeptieren sollte?“, wundert sich ein weiterer. „Was möchten Sie denn erreichen? Nur die Präsentation kühler Fakten wird die emotionale Stimmung nicht beruhigen“, kommentiert ein anderer. 

„Danke, Herr @ArminLaschet“, schreibt dagegen ein anderer Nutzer. Er rügt den Politiker gleichwohl aus einem anderen Grund: „An der aufgeheizten Stimmung sind allerdings ihre Parteifreunde und die ihrer Partei nahestehende Presse (Springer und Co.) auch nicht ganz unschuldig.“

Laschet stellt sich im Asyl-Streit hinter Merkel 

Auch im Asyl-Streit innerhalb der Union hat sich Laschet inzwischen positioniert. „Wenn Angela Merkel für eine europäische Lösung eintritt, dann hat sie auch meine Unterstützung“, sagte der Regierungschef aus Düsseldorf am Donnerstag im ARD-„Morgenmagazin“. Er warnte davor, dass es ohne eine europäische Lösung des Flüchtlingsproblems, wie Merkel sie anstrebt, zu „Eskalationen“ in Europa kommen könnte, zudem mahnte er mehr Sachlichkeit in der Auseinandersetzung an. „Dieses Personalisieren und die Dramatik, die da hineingelegt wird, ist völlig unangemessen.“

mm/tz (mit Material von dpa) 

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