Dienstpflichtverletzung ohne weitere Konsequenzen

Mordwaffe übersehen: Kein Verfahren gegen Polizisten

Göttingen. Nach dem Mord an einer 13-Jährigen in Stolzenau übersahen zwei Polizisten bei einer Durchsuchung die Mordwaffe - der Vorfall hat für die Beamten aber keine Konsequenzen.

Nach monatelanger Prüfung verzichtete die Polizeidirektion Göttingen auf die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen die beiden Männer. Es handele sich um eine einzelne Dienstpflichtverletzung zweier Kommissare, die ihre Arbeit ansonsten stets untadelig und korrekt verrichtet haben, sagte eine Sprecherin zur Begründung am Mittwoch.

Bei der Durchsuchung des Fluchtfahrzeugs hatten die Beamten die Pistole übersehen, mit der ein 36-jähriger Vater Ende 2011 in Stolzenau seine 13 Jahre alte Tochter auf offener Straße erschossen hatte. Erst ein Händler, der das Auto gekauft hatte, fand die Waffe. Sie soll unter einer Fußmatte gelegen haben. Der wegen Mordes gesuchte Vater ist nach Angaben der Polizei in Nienburg weiterhin auf der Flucht. (dpa)

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