Moussaoui: Saudische Königsfamilie unterstützte Al Kaida

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Zacharias Moussaoui wurde 2006 zu lebenslanger Haft verurteilt und sitzt in einem Hochsicherheitsgefängnis in Colorado ein. Foto: Sherburne County Sheriff's Office/Archiv

Washington (dpa) - Ein in den USA einsitzender Al-Kaida-Häftling beschuldigt nach Angaben der "New York Times" Mitglieder des saudi-arabischen Königshauses, in den späten 90er Jahren die Terrororganisation finanziell unterstützt zu haben.

Zugleich behaupte Zacarias Moussaoui, Mitverschwörer der Terroranschläge vom 11. September 2001, er habe mit einem Angehörigen der saudischen Botschaft in Washington Pläne zum Abschuss der Air Force One besprochen. Die US-Präsidentenmaschine hätte mit Stinger-Raketen angegriffen werden sollen.

Die saudische Botschaft in Washington wies die Behauptungen zurück. Es gebe keine Beweise für die Anschuldigungen. Saudi-Arabien habe keine Verbindungen zu den Terroranschlägen vom 11. September gehabt. "Moussaoui ist ein geistesgestörter Verbrecher, dessen eigener Anwalt Hinweise präsentierte, dass er mental inkompetent sei."  

Der Franko-Marokkaner Moussaoui war 2006 zu lebenslanger Haft verurteilt worden und sitzt in einem Hochsicherheitsgefängnis im US-Staat Colorado. Dort sei er im vergangenen Oktober von Justizbeamten befragt worden. Seine Aussagen hätten nicht überprüft werden können, schreibt die "New York Times".

Allerdings habe es schon in der Vergangenheit mehrfach Hinweise gegeben, dass wohlhabende Bürger Saudi-Arabiens den ehemaligen Al-Kaida-Chef Osama bin Laden vor den Anschlägen 2001 finanziell unterstützt hätten. Unklar sei aber, ob auch mit Blick auf die Septemberanschläge 2001 Hilfe geleistet worden sei. 

Stellungnahme saudi-arabische Botschaft

New York Times

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