Wahl zum Ministerpräsidenten am Freitag

Söder sieht sich als „Bayerns Manager“ und „Kümmerer“

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Will sich am Freitag zum Ministerpräsidenten wählen lassen: Markus Söder. 

Der designierte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat den Wohnungsbau, die Digitalisierung und bessere Pflegebedingungen als zentrale Ziele seines Regierungsprogramms ausgegeben.

München - Söder wolle die Lebensqualität vor allem in den Wachstumsregionen durch den Bau neuer Wohnungen verbessern, sagte Söder der Süddeutschen Zeitung. Er könne sich unter anderem einen "Wohnungspakt" mit der Landeshauptstadt München vorstellen, um "deutlich mehr" Wohnungen zu bauen als bislang geplant. Auch die digitale Bildung in den Schulen wolle er voranbringen.

Über sein Amtsverständnis sagte Söder: "Ich werde mich einerseits als Manager Bayerns verstehen, aber auch als Kümmerer." Seine Grundphilosophie laute "Bayern plus": Wenn der Bund etwas beschließe, "legen wir noch eine Schippe drauf".

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Der bayerische Landtag kommt am Freitag zu einer Sondersitzung zusammen, um einen neuen Ministerpräsidenten zu wählen. Angesichts der absoluten Mehrheit der CSU gilt die Wahl des bisherigen Landesfinanzministers Söder als sicher. Er wird dann Horst Seehofer ablösen, der nach den deutlichen Stimmverlusten der CSU bei der Bundestagswahl zum Amtsverzicht gedrängt wurde und als Innenminister in die neuen Bundesregierung nach Berlin gewechselt ist. Am Donnerstagabend wurde bekannt, dass Seehofer bei der Wahl seines Nachfolger dabei sein wird.

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Über die Doppelspitze mit seinem Rivalen Seehofer äußerte sich Söder zufrieden. Die CSU sei gut aufgestellt, Seehofer habe "als Parteivorsitzender am Kabinettstisch eine starke und zentrale Funktion". Über die enorme Wandlungsfähigkeit in seinen bisherigen Ämtern sagte Söder: "Wenn jemand mit 20 Jahren auftritt wie ein Bundespräsident, ist es übertrieben. Und wenn man mit 50 immer noch agiert wie ein Teenager, dann ist man stehen geblieben."

dpa

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