Befragung von Brigitte Böhnhardt verschoben

NSU-Prozess: Friseurin verzögert Verhandlung

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Brigitte Beönhardt, die Mutter von NSU-Terrorist Uwe Bönhardt, kennt Beate Zschäpe (li.).

München - Brigitte Böhnhardt war beim NSU-Prozess geladen - zur Befragung kam es nicht. Eine wortkarge Zeugin brachte mit "Erinnerungslücken" den Ablauf durcheinander.

Eine sehr wortkarge Zeugin hat am Dienstag für einige Aufregung im NSU-Prozess vor dem Münchner Oberlandesgericht gesorgt. Die 33 Jahre alte Friseurin Silvia S. aus Hannover, deren Namen die Hauptangeklagte Beate Zschäpe zeitweise als falsche Identität nutzte, gab in ihrer Vernehmung in erster Linie an, sie könne sich an kaum etwas erinnern. Sie räumte zwar ein, einst ihre Krankenkassenkarte für 300 Euro an Holger G.verkauft zu haben, der als Unterstützer des rechtsextremen NSU-Trios angeklagt ist. Sie habe aber weder gefragt, noch sich dafür interessiert, wofür er sie gebraucht habe.

Die Zeugin S. berief sich in ihrer Befragung wiederholt auf Erinnerungslücken und machte zum Teil widersprüchliche Angaben. Vertreter der Nebenkläger warfen ihr vor, sich am Rande der Aussageverweigerung zu bewegen. Das Gericht musste ihre Vernehmung mehrmals unterbrechen.

Ihre zähe Vernehmung zog sich so lange hin, dass die ursprünglich für Dienstag geplante Vernehmung von Brigitte Böhnhardt, der Mutter des verstorbenen Neonazis und mutmaßlichen Terroristen Uwe Böhnhardt, verschoben werden musste. Sie soll nun am 19. November gehört werden.

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dpa

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