Kommentar: Judenfeindlichkeit darf in keiner Form geduldet werden

Jude oder Nicht-Jude: Der Antisemitismus in Deutschland ist skandalös

+
Ist es in Deutschland gefährlich, eine Kippa zu tragen? Das fragen sich immer mehr Juden.

In Berlin wurde ein junger Israeli von offenbar arabischen Jugendlichen angegriffen. Nach dem skandalösen Vorfall fordert unser Autor: Lasst uns über eine deutsche Leitkultur reden.

Wer 2014 noch glauben wollte, die auf einer propalästinensischen Demo in Berlin gebrüllte Parole „Juden ins Gas“ sei nur ein Ausrutscher gewesen, nicht etwa Ausdruck eines neuen, eingewanderten Antisemitismus’, der sollte schnellstens die Augen öffnen.

Antisemitische Vorfälle wie der in Berlin, wo ein junger Israeli mit Kippa im bürgerlichen Stadtteil Prenzlauer Berg von Angreifern mit einem Gürtel geschlagen wurde, zeigen, was Statistiken belegen: In Berlin, aber auch andernorts, müssen Juden neuerdings zweimal nachdenken, ob sie ihr Jüdisch-Sein nicht lieber verbergen sollten, um Drangsalierungen zu entgehen. Das ist empörend, es ist skandalös. Die Täter müssen mit allen rechtsstaatlichen Mitteln benannt und bekämpft werden.

Solche Angriffe belegen aber auch die Berechtigung der Debatte um eine deutsche Leitkultur, wie sie vor allem von konservativer Seite eingefordert wird. Dabei geht es um die Werte des Grundgesetzes. Das sind jene gemeinsamen Erfahrungen, jene Geschichte, Kultur und Lebensart, die alle zusammen zum Grundgesetz geführt haben und ihm bis heute Leben einhauchen: Identität.

Antisemitismus zu bekämpfen, ist Teil dieser deutschen Identität. Nur: Antisemitismus wird seit Menschengedenken in vielen arabischen Schulen und Elternhäusern wie selbstverständlich propagiert. Hierzulande aber hat er so wenig zu suchen wie jeder andere Antisemitismus auch. In keiner Form, mit keiner Begründung, von niemandem ist dieser Ungeist hier zu dulden. Wehret den Neu-Anfängen – mit Bildung, nötigenfalls auch mit Polizei, Gerichten und Ausweisungen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.