Nach Attentat in Tunis: Kopf einer Terrorzelle geschnappt

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Vor dem Sturm auf das Museum: Tunesische Sicherheitskräfte bereiten sich auf die Geiselbefreiung vor. Foto: Mohamed Messara/Archiv

Tunis (dpa) - Tunesische Sicherheitskräfte haben den Kopf einer Terrorzelle geschnappt, die hinter dem blutigen Attentat auf das Nationalmuseum in Tunis stecken soll. Die Gruppe bestehe aus insgesamt 16 Extremisten, sagte ein Sprecher des Innenministeriums der Zeitung "Al-Maghreb".

Zwei von ihnen seien aus dem Bürgerkriegsland Syrien nach Tunesien zurückgekehrt. Weitere Einzelheiten nannte der Sprecher nicht.

Drei Attentäter hatten vor einer Woche das Nationalmuseum in der Hauptstadt angegriffen und 21 Menschen getötet, darunter 20 Touristen. Auch zwei der Angreifer starben. Ein dritter Mann ist laut dem Innenministerium weiter auf der Flucht.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu dem Attentat. Sie beherrscht in Syrien und im Irak große Gebiete. Der IS hat außerdem Ableger in Tunesiens Nachbarland Libyen, in dem seit Monaten ein Bürgerkrieg tobt. Die beiden getöteten Attentäter sollen in Terrorlagern in Libyen ausgebildet worden sein.

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