Nach Bahnhofs-Randalen

Nach Bahnhofs-Randalen: Hannover-96-Chef droht Ultras mit Konsequenzen

Hannover/Bremen. Clubchef Martin Kind von Hannover 96 hat nach der Bahnhofs-Randale in Achim mit harten Konsequenzen gedroht. „Das Verhalten ist völlig inakzeptabel“, kritisierte der Präsident des Fußball-Bundesligaclubs den eigenen Anhang.

Er schloss als mögliche Reaktion des Vereins drastische Maßnahmen nicht aus. „Wir müssen überlegen, ob wir in der neuen Saison Karten an die Ultras verkaufen“, erklärte Kind im NDR 2-Radio.

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Mehrere hundert Randalierer hatten am Freitagabend auf der Anreise zum Nord-Duell zwischen Werder Bremen und Hannover 96 auf dem Bahnhof Achim die Gleise gestürmt und Pyrotechnik gezündet. Dabei kam es auch zu Rangeleien mit Polizeibeamten, die Schlagstöcke und Pfeffersprays einsetzten. Der Bahnhof musste aus Sicherheitsgründen für mehr als zwei Stunden gesperrt werden.

Gegen 20.40 Uhr wurden die Ultras mit einem Regionalexpress zurück nach Hannover gebracht, begleitet von drei Hundertschaften von Bundespolizei und Polizei Hannover. Nach Polizeiangaben wurden die Personalien von 434 Verdächtigen ermittelt. „Sieben Zugverspätungen, acht umgeleitete Züge, sieben Teilausfälle, fünf gezogene Notbremsen“, so lautete die Bilanz aus Sicht der Bahnreisenden. „Respekt vor dem konsequenten Einsatz der Polizei. Wichtig ist, dass die persönlichen Daten erfasst wurden“, sagte 96-Chef Kind. „Für mich sind das Pseudo-Fans, die die Plattform Bundesliga missbrauchen.“

Während des Spiels wurden auch im Weserstadion im Gäste-Block Bengalos gezündet. Der Verursacher ist laut Kind ermittelt worden. Die Randalierer von Achim müssen nach Polizeiangaben mit Strafanzeigen rechnen. Gegen sie wird wegen des Verdachts gemeinschaftlich begangenen Landfriedensbruchs, Missbrauch von Nothilfemitteln, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung ermittelt. Wegen der stundenlangen Zugverspätungen seien außerdem zivilrechtliche Forderungen in noch unbekannter Höhe zu erwarten. (lni)

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