Nach mutmaßlichen Äußerungen

„Drecksloch“: Trump bekundet Respekt für Afrika

Nach seinen mutmaßlichen Äußerungen über afrikanische "Drecksloch-Länder" hat US-Präsident Donald Trump den Staats- und Regierungschefs des Kontinents seinen Respekt bekundet.

Washington - "Ich möchte unterstreichen, dass die Vereinigten Staaten die Menschen in Afrika zutiefst respektieren", schrieb Trump in einem Brief an seine afrikanischen Kollegen, die derzeit zum Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU) in Addis Abeba versammelt sind.

"Unsere Soldaten kämpfen Seite an Seite, um Terroristen zu besiegen", erklärte Trump. Er setzte weiterhin auf "starke und respektvolle Beziehungen" zu den afrikanischen Partnern. Zugleich kündigte der US-Präsident für März die erste Afrika-Reise seines Außenministers Rex Tillerson an. Er freue sich auch auf Besuche afrikanischer Staatschefs im Weißen Haus, fügte Trump hinzu.

Das Weiße Haus selbst veröffentlichte das Schreiben nicht. Der US-Diplomat Chris Meade bestätigte aber, dass sich Trump schriftlich an die AU-Mitglieder gewandt habe, ohne sich jedoch zum Inhalt zu äußern. Aus Kreisen des Staatenbundes verlautete, dass der Wortlaut des Briefes, der in den sozialen Netzwerken kursiert, authentisch sei.

Die Berichte über Trumps abfälligen Kommentar während einer Diskussion zum Thema Einwanderung im Weißen Haus hatten vor zwei Wochen einen Proteststurm in Afrika ausgelöst. Es wird erwartet, dass die 55 AU-Mitglieder bei ihrem zweitägigen Gipfel in der äthiopischen Hauptstadt eine gemeinsame Protestnote beschließen.

Trump hatte nach dem Treffen im Weißen Haus beteuert, dass er falsch zitiert worden sei. Er habe eine "harte Sprache" benutzt, von "Drecksloch-Ländern" habe er aber nicht gesprochen.

afp

Rubriklistenbild: © dpa

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