Nach Hygiene-Skandal: Fuldaer Klinikum streicht Stellen

Fulda. Das von einem Hygieneskandal gebeutelte Klinikum Fulda will Stellen abbauen. Das berichtete die „Fuldaer Zeitung“ (Mittwoch). Wie viele Arbeitsplätze bis zum Jahresende gestrichen werden, vermochte Klinikum-Vorstand Dietmar Pawlik noch nicht zu sagen.

Der Personalbestand müsse aber dem tatsächlichen wirtschaftlichen Bedarf angepasst werden, sagte Pawlik dem Blatt. Seit Anfang 2010 hatte das Klinikum, größter Arbeitgeber in Fulda, seine Mitarbeiter-Zahl von 1810 auf jetzt 1930 Vollzeitkräfte ausgebaut. Nach den Hygiene-Mängeln um verschmutztes OP-Besteck - die Zentralsterilisation der Klinik wurde Mitte Januar für mehrere Monate geschlossen - steht das Krankenhaus nun unter großem Druck.

Der Skandal kostete das Haus acht bis neun Millionen Euro. Geräte wurden neu gekauft, etwa 2000 Operationen fielen aus. Die Personalprognose des ehemaligen Klinikum-Chefs Harald Jeguschke sei zu optimistisch gewesen, sagte Pawlik der Zeitung. Pawlik sagte, das Klinikum wolle versuchen, den Stellenabbau durch die natürliche Fluktuation von Mitarbeitern zu erreichen. Betriebsbedingte Kündigungen konnte er aber auch nicht ausschließen. Die Zahl der Ärzte solle nicht verringert werden. (lhe)

Rubriklistenbild: © dpa

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