Ein Nordhesse im Rennen

Nach Irmer-Rücktritt: Wird Landau jetzt Fraktionsvize?

Kandidiert für neuen Posten: Dirk Landau aus Eschwege. Archivfoto: Sagawe

Wiesbaden. In der Hessen-CDU beginnt durch den Rücktritt von Hans-Jürgen Irmer der Kampf um die freien Posten. Ein Nordhesse ist jetzt mit im Rennen.

Kaum ist Hans-Jürgen Irmer seine Posten als bildungspolitischer Sprecher und Fraktionsvize in der CDU los, beginnt im Hintergrund der Kampf um die freigewordenen Posten. Auch ein Landtagsabgeordneter aus Nordhessen bewirbt sich nach Informationen unserer Zeitung als Kandidat für den Posten des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden: Dirk Landau aus dem Wahlkreis Eschwege-Witzenhausen.

Der 51-Jährige soll bereits mit Ministerpräsident Volker Bouffier gesprochen haben. Wie seine Chancen stehen und welche Kandidaten noch im Rennen sind, ist nicht bekannt. Landau wollte sich gestern dazu nicht äußern. Auch von der CDU gab es keine Auskunft. Der Landtagsabgeordnete dürfte aber nicht der einzige Kandidat sein.

Am vergangenen Wochenende, nachdem bekannt wurde, dass Irmer wegen einer Anzeige eines rechtsextremen Vereins in seiner Zeitung, dem „Wetzlar Kurier“, seine Posten aufgeben muss, sollen gleich mehrere Interessenten bei Bouffier angerufen haben. Wann es einer Entscheidung kommen könnte, ist noch unklar.

In der kommenden Fraktionssitzung am Dienstag steht das Thema jedenfalls noch nicht auf der Agenda. Da soll aber der Posten des bildungspolitischen Sprechers vergeben werden: Eine Anwärterin soll Bettina Wiesmann aus Frankfurt sein.

Bisher gab es sechs Fraktionsvize, die den Vorsitzenden Michael Boddenberg beispielsweise bei politischen Anlässen vertreten. Durch das Ausscheiden Irmers ist eine Stelle vakant geworden - eine Variante könnte allerdings auch sein, dass sie überhaupt nicht besetzt wird. Das gilt aber als unwahrscheinlich.

Landau könnte für den Posten, so war in Wiesbaden zu hören, der geeignete Mann sein: Schon Ende 2012 kandidierte er dafür, unterlag aber knapp Ralf-Norbert Bartelt mit zwei Stimmen. Das Ergebnis zeigte aus der Sicht vieler Beobachter auch eine Spaltung der CDU. Modernisierer gegen den konservativen Flügel, der sich am Ende gegen Landau durchsetzte. Nach der Landtagswahl meldete Landau erneut Interesse an, zog aber zurück, da zwei andere für den Posten aus parteiinterner Sicht eher in Frage kamen.

Für Landau könnte auch sprechen, dass bisher kein Nordhesse in der Fraktionsspitze vertreten ist. Der gelernte Augenoptiker mit Meisterprüfung stammt gebürtig aus Eschwege und ist Mitglied in diversen Ausschüssen.

Von Max Holscher

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