Folgt er Seehofer nach?

Nach Neuanfangs-Antrag: Söder lobt Rückgrat der Jungen Union

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Markus Söder lobte die Junge Union für ihren Mut.

Horst Seehofer wollte die Forderung der Jungen Union nach seinem Rücktritt nicht kommentieren. Sein potenzieller Nachfolger Markus Söder lobte die JU hingegen.

Erlangen - Nach der Forderung der bayerischen Jungen Union nach einem personellen Neuanfang in der CSU hat Bayerns Finanzminister Markus Söder dem Parteinachwuchs Respekt gezollt. „Es gibt immer mal wieder in der Geschichte der Union Landesversammlungen, an denen wird man nicht vorbeigehen können. Die haben eine Wirkung“, sagte Söder am Samstagabend bei dem JU-Treffen in Erlangen mit Blick auf die Medienberichte des Tages. „Ich weiß, sowas fällt nicht leicht, und das muss man auch in Ruhe machen. Aber ich möchte euch wirklich sagen: Ich habe großen Respekt davor, was ihr für Verantwortung zeigt, welchen Mut ihr habt, was ihr euch traut“, sagte Söder. „Das ist eine Landesversammlung, und es ist eine Junge Union, die zeigt Rückgrat in der Partei. Meinen Respekt davor, toll gemacht.“

Junge Union: „Personeller Neuanfang“ ohne Seehofer gefordert

Söder spricht am Sonntag bei der JU

Die JU hatte sich nach dem CSU-Bundestagswahlfiasko als erster Parteiverband offen gegen Parteichef und Ministerpräsident Horst Seehofer gestellt und einen Rückzug des 68-Jährigen spätestens im kommenden Jahr gefordert: Ein Antrag, in dem mit Blick auf die Landtagswahl im Herbst 2018 ein „personeller Neuanfang“ gefordert wird, wurde auf der Landesversammlung mit großer Mehrheit angenommen.

Söder, der als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge von Seehofer gilt, mindestens im Ministerpräsidentenamt, sprach am Samstagabend kurz beim Delegiertenabend der JU. Am Sonntag will er dort eine längere Rede halten. Seehofer hatte eine für Samstag geplante Rede unter Verweis auf die Jamaika-Sondierungen abgesagt.

dpa

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