Nach Sex-Skandal: Drei Obama-Leibwächter müssen gehen

Washington - Nach einem Prostitutions-Skandal des Secret Service werden nun Konsequenzen gezogen: Drei Leibwächter von US-Präsident Barack Obama müssen ihren Job aufgeben.

Nach einem Prostitutions-Skandal in Kolumbien haben drei Leibwächter von US-Präsident Barack Obama den Secret Service verlassen. Einem sei erlaubt worden, in den Ruhestand zu gehen, einer werde entlassen, ein dritter habe selbst gekündigt, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Die weiteren acht Leibwächter, gegen die noch ermittelt werde, blieben vom Dienst suspendiert, hieß es.

Den elf Agenten wird vorgeworfen, vor dem Amerika-Gipfel vergangene Woche Prostituierte in ihre Zimmer in einem Luxushotel in Cartagena mitgenommen zu haben. Die Ermittlungen seien noch im Anfangsstadium und gingen weiter, teilte der Secret Service mit.

„Das sind die ersten Schritte“, sagte der republikanische Abgeordnete und Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Abgeordnetenhaus, Pete King. Der Leiter vom Secret Service, Mark Sullivan, sei zunächst gegen die drei Mitarbeiter vorgegangen, gegen die die Beweislage am eindeutigsten zu sein schien. Der Fall sei aber noch lange nicht abgeschlossen.

Obama hatte erklärte, er wäre natürlich verärgert, wenn sich die Vorwürfe als wahr herausstellen sollten. Die Agenten repräsentierten im Ausland die Vereinigten Staaten und müssten sich daher überall auf der Welt würdevoll verhalten. Die berichteten Vorwürfe entsprächen ganz offensichtlich nicht den Standards, erklärte er. Der Präsident versprach eine eingehende Untersuchung.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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