Uneinigkeit wegen Raketenabwehrsystem

Nach Streit: Südkoreas Präsident reist zu Gesprächen nach China

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Südkoreas Präsident Moon Jae In reist für vier Tage nach China und trifft sich dort mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping.

Südkoreas Präsident Moon Jae In will in China das gegenseitige Vertrauen stärken - Eine Zusammenarbeit ist für die Lösung des Atomstreits mit Nordkorea zwingend notwendig.

Seoul - Bei seinem ersten Staatsbesuch in China will Südkoreas Präsident Moon Jae In in dieser Woche das gegenseitige Vertrauen beider Nachbarländer stärken. Ein Streit wegen der Stationierung eines neuen US-Raketenabwehrsystems in Südkorea hatte die Beziehungen monatelang belastet. Die Wiederherstellung des Vertrauens habe bei seinem Besuch Vorrang, sagte Moon in einem Interview des staatlichen chinesischen Senders CCTV, das am Montagabend ausgestrahlt wurde.

Moon wird am Mittwoch für vier Tage nach China reisen. Bei seinem Treffen mit Staats- und Parteichef Xi Jinping am Donnerstag stehen neben den bilateralen Beziehungen auch der Konflikt um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm sowie Handelsfragen im Mittelpunkt.

Moon betonte, die Aufstellung des Abwehrsystems THAAD sei eine „unvermeidliche“ Entscheidung für Südkorea gewesen, um sich gegen potenzielle Raketenangriffe durch Nordkorea zu schützen. Peking hatte wiederholt die Stationierung kritisiert, weil das zu THAAD gehörende Radarsystem den Luftraum weit nach China hinein ausspionieren kann. Trotz der Differenzen wegen THAAD hatten sich Seoul und Peking Ende Oktober darauf geeinigt, den Austausch und die Zusammenarbeit in allen Bereichen wiederherzustellen.

Moon bekräftigte, wie wichtig China für die Lösung des Atomstreits mit Nordkorea sei. „Was wir brauchen, ist eine enge Zusammenarbeit.“ Hinter Nordkoreas Streben, seine Sicherheit mit Atomwaffen zu garantieren, stehe eine „wahnhaft Vorstellung“, sagte Moon.

dpa

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