Nach Tötung von Hassprediger: USA warnen vor Rache

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Nach der Tötung von Anwar Al-Awlaki warnen die USA nun vor Racheaktien an amerikanischen Einrichtungen.

Washington - Wegen der gezielten Tötung des Al-Kaida-Hasspredigers Anwar Al-Awlaki im Jemen befürchtet Washington Racheakte gegen amerikanische Ziele.

Nach der Tötung des jemenitischen Al-Kaida-Predigers Anwar Al-Awlaki hat die US-Regierung Amerikaner weltweit zur Wachsamkeit aufgerufen. Der Tod könne Einzelne oder Gruppen zu Racheaktionen motivieren, heißt es in einer am Samstag veröffentlichten Mitteilung des Washingtoner Außenministeriums. Die New Yorker Polizei verschärfte die Sicherheitsmaßnahmen in der Millionenstadt. Polizeikommissar Ray Kelly sagte dem Sender New York One (NY1.com), dass man Racheakte von Anhängern des Predigers befürchte.

Al-Awlaki war am Freitag bei einem gezielten US-Drohnenangriff im Jemen getötet worden. Er gehörte zu den führenden Predigern des Terrornetzwerkes Al-Kaida. Er soll viele Terroristen zu Anschlägen angestachelt haben. Der Extremist wurde 1971 als Sohn jemenitischer Eltern in den USA geboren, wo er auch studiert hat. Er besaß die US-Staatsbürgerschaft.

Al-Awlaki und andere Mitglieder des Al-Kaida-Armes auf der arabischen Halbinsel hätten zu Angriffen gegen die USA, US-Bürger und US-Einrichtungen aufgerufen, teilte das Außenministerium in Washington mit. Al-Awlakis Position als “hervorstechender englisch-sprachiger Advokat der Gewalt kann potenziell weltweit anti-amerikanische Aktionen zur Vergeltung seines Todes auslösen“, hieß es.

Die gezielte Tötung des Extremisten hat in den USA zu Diskussionen geführt. Während das US-Justizministerium laut “Washington Post“ nach eingehender Prüfung der Rechtslage grünes Licht für den Einsatz gegeben hat, warf die Bürgerrechtsorganisation ACLU der Regierung vor, einen US-Bürger ohne Gerichtsverfahren “exekutiert“ und damit gegen amerikanisches und internationales Recht verstoßen zu haben.

dpa

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