Nach dem US-Ausstieg

Merkel und Putin wollen Atomabkommen mit dem Iran retten

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Merkel und Putin im Jahr 2014. Kommende Woche werden sich die Kanzlerin und der Präsident erneut treffen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der russische Präsident Wladimir Putin haben sich für den Erhalt des Atomabkommens mit dem Iran ausgesprochen.

Berlin - In einem Telefonat bekräftigten beide am Freitag, dass Deutschland und Russland auch nach dem US-Ausstieg aus dem Abkommen daran festhalten wollten, so Regierungssprecher Steffen Seibert. Merkel und Putin zeigten sich demnach besorgt über die jüngsten Entwicklungen in der Region und waren sich einig, dass es entscheidend auf die Vermeidung weiterer Eskalationen ankomme.

Die fünf Vetomächte des UN-Sicherheitsrats sowie Deutschland hatten im Juli 2015 das Abkommen nach jahrelangen Verhandlungen mit dem Iran geschlossen. US-Präsident Donald Trump hatte es am Dienstag einseitig aufgekündigt und erklärt, aufgehobene Sanktionen würden wieder in Kraft gesetzt.

Im Telefonat ging es auch um die Ukraine

Vor ihrem Treffen kommende Woche im russischen Sotschi diskutierten Merkel und Putin auch über die Ukraine-Krise. Laut Regierungssprecher Seibert ging es auch um die Möglichkeit des Einsatzes einer UN-Mission. Aus dem Kreml hieß es, die weitere Arbeit im Viererformat mit Deutschland, Frankreich, Russland und der Ukraine sei vereinbart. Details wurden nicht genannt. Bundesaußenminister Heiko Maas und sein russischer Kollege Sergej Lawrow hatten bei einem Treffen am Donnerstag darüber gesprochen, die Ukraine-Verhandlungen wiederzubeleben.

Mehr zum Thema: Trump verhängt neue Sanktionen gegen Iran

AFP/dpa

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