Geplante Reform

Grundsteuer: Nahles attackiert CSU und spricht von „echtem Konflikt“ 

+
Andrea Nahles sieht Konfliktpotential in Sachen Grundsteuer.

Im Streit um die Reform der Grundsteuer hat SPD-Chefin Andrea Nahles die CSU attackiert und dabei auch von einem „echten Konflikt“ gesprochen.

Berlin - Nahles nannte die Forderung der Partei nach länderspezifischen Regelungen in Sachen Grundstreuer „absolut unsolidarisch und daneben“. Die SPD könne dies nicht akzeptieren, sagte Nahles am Mittwoch bei einer DIHK-Veranstaltung. Es gebe in dieser Frage einen „echten Konflikt“ vor allem mit der CSU. Dies gefährde ernsthaft die gesamte Grundsteuer. Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus dagegen sagte, er sei optimistisch, dass es eine Lösung gebe.

Vor allem Bayern will, dass den Bundesländern erlaubt wird, von einer Bundesregelung zur Grundsteuer abzuweichen. Der Freistaat will ein Modell, bei dem sich die Steuerhöhe pauschal an der Fläche orientiert, er verlangt deshalb eine Öffnungsklausel für einzelne Bundesländer.

Nahles sieht eine zugespitzte Situation

Nahles lehnte dies ab. Sie sprach von einer zugespitzten Situation. Sie erinnerte an die Kommission zu gleichwertigen Lebensverhältnissen in Deutschland. Es gehe ans „Eingemachte“. Es müsse bald eine Einigung gefunden werden, die Reform müsse bis zum Jahresende beschlossen sein.

Die SPD-Chefin verteidigte das Modell von Finanzminister Olaf Scholz (SPD), der ein sogenanntes wertabhängiges Modell will: Bei der Berechnung der Grundsteuer sollen in Zukunft vor allem der Wert des Bodens und die durchschnittliche Miete eine Rolle spielen. Das Aufkommen von 14 Milliarden Euro jährlich soll erhalten bleiben.

Das Bundesverfassungsgericht hatte wegen völlig veralteter Bemessungsgrundlagen eine Neuregelung der Grundsteuer bis Ende 2019 verlangt.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.