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Gefährliches Flugmanöver: Russische Bomber sorgen für Alarm bei der Nato

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Von: Andreas Apetz

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Ein russischer Kampfjet des Typs SU-24
Ein russischer Kampfjet des Typs SU-24. (Archivfoto) © Sergei Chirikov/dpa

Bei einem riskanten Zwischenfall über der Ostsee sind zwei russische Kampfjets einigen Schiffen der Nato gefährlich nahegekommen.

London – In einem gefährlichen Manöver haben sich zwei russische Kampfjets den in der Ostsee operierenden Schiffen der Nato genähert. Wie das Bündnis am Samstag berichtet, seien die beiden Flugzeuge am Donnerstag (17. November) in nur etwas mehr als 70 Metern Entfernung am Marineverband SNMG1 vorbeigeflogen. Dabei habe die Flughöhe nur knapp 90 Meter betragen.

Auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur erklärte eine Sprecherin am Samstag (19. November), dass es sich bei den Flugzeugen um zweisitzige taktische Bomber vom Typ SU-24 gehandelt habe, die den Nato-Codenamen „Fencer“ tragen. Demnach alarmierten Alliierte die schnelle Einsatzbereitschaft ihrer Luftwaffe. Flugzeuge hätten die Russen dann so lange verfolgt, bis sie das Gebiet wieder verlassen hätten. Der Marineverband SNMG1 sei weniger als 50 Kilometer vor der polnischen Hafenstadt Danzig unterwegs gewesen.

Russische Bomber über Ostsee: Nato in Alarmbereitschaft

Wie die Besatzung der Schiffe auf die Annäherung der Flugzeuge reagierte und welche Einheiten beteiligt waren, sagte die Sprecherin nicht. Denkbar wäre etwa, dass die Kampfflugzeuge zwischenzeitlich sogar von einem Feuerleitradar erfasst wurden, um sie im Notfall abschießen zu können. Die Sprecherin teilte mit, die russischen Flugzeuge seien vermutlich nicht mit Raketen bewaffnet gewesen.

Riskantes Manöver: Kampfjets flogen durch Gefahrenzone

Das russische Flugmanöver war nicht ohne Risiko. Laut Nato-Angaben flogen die Piloten über ein Gebiet, welches als Gefahrenzone gilt und vom Atlantischen Bündnis aktuell für Flugabwehrübungen genutzt wird. Im Hauptquartier des Bündnisses in Northwood wurde die Annäherung deshalb als „unsicher und unprofessionell“ eingestuft. Sie habe das Risiko von Fehlkalkulationen, Fehlern und Unfällen erhöht. Das Verhältnis zwischen Russland und der Nato steht derzeit durch einen tödlichen Raketeneinschlag in Polen besonders unter Spannung. Bei dem Einschlag wurden zwei Personen getötet. (aa/dpa)

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