Nazi-Mordserie: SPD fordert Aufklärung im Fall Andreas T.

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Die Opfer der Mordserie.

Wiesbaden. Mit einem langen Fragenkatalog fordert die SPD-Fraktion in Hessen Aufklärung über einen ehemaligen Verfassungsschützer, der 2006 am Tatort eines Neonazi-Mordes war.

Es müsse auch geklärt werden, warum die Ermittler nach dem Mord in Kassel einen ausländerfeindlichen Hintergrund außer Acht gelassen hätten, sagte die SPD-Abgeordnete Nancy Faeser am Mittwoch in Wiesbaden.

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Die Landesregierung soll am kommenden Dienstag (29. November) im Innenausschuss des Landtags auf die Fragen antworten.

Der Verfassungsschützer Andreas T. aus Hofgeismar hatte sich kurz vor oder sogar während der Schüsse auf einen türkischstämmigen Internetbetreiber am Tatort aufgehalten. Die Polizei entlastete ihn nach Ermittlungen vom Verdacht, er sei in die Tat verwickelt.

Dem zuständigen Landtagsausschuss wurde aber nicht mitgeteilt, dass bei dem Mann rechtsextremistische Schriften und Drogen aus seiner Jugendzeit sowie illegale Munition gefunden worden waren. Diesen Punkt wollen vor allem die Grünen aufklären.

Das unter Druck geratene hessische Landesamt für Verfassungsschutz sagte unterdessen sein traditionelles Herbstgespräch für kommende Woche ab. Hauptaufgabe in diesen Tagen sei es, zu den Ermittlungen in der Nazi-Mordserie beizutragen, erklärte die Behörde am Mittwoch. (dpa/dob)

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