Neonazis wollen trotz Gauck-Warnung in Dresden marschieren

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Bundespräsident Joachim Gauck hatte am Freitag vor einer Relativierung der deutschen Kriegsschuld und einer Instrumentalisierung der Opfer gewarnt. Foto: Arno Burgi

Dresden (dpa) - Rechtsextreme wollen am Sonntag durch Dresden marschieren. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, ging eine Anmeldung für eine Demonstration mit 300 Teilnehmern ein.

In Dresden war am Freitag der Zerstörung der Stadt vor 70 Jahren gedacht worden. Neonazis hatten das Gedenken in den vergangenen Jahren immer wieder politisch missbraucht. Mehrfach wurden ihre Aufmärsche von Tausenden Gegendemonstranten verhindert.

Gründe für ein Verbot der Neonazi-Demonstration lägen nicht vor, hieß es in der Stadtverwaltung. Es würden aber Auflagen erlassen. Das Bündnis Dresden Nazifrei kündigte Widerstand an und forderte seine Anhänger über die sozialen Netzwerke auf, den Theaterplatz im Zentrum der Stadt nachmittags zu besetzen.

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