Neue Ermittlungen zu Wiesn-Attentat können zwei Jahre dauern

+
Ein Opfer wird vom Ort des Anschlags am Eingang des Oktoberfestgeländes gebracht. Insgesamt hatten dreizehn Menschen ihr Leben verloren. Foto: Frank Leonhardt / Archiv

München (dpa) - Die Ermittlungen zum Oktoberfest-Attentat von 1980 könnten nach Einschätzung des Opferanwalts Werner Dietrich etwa zwei Jahre dauern. Es seien rund 100 000 Seiten Akten aufzuarbeiten, sagte Dietrich bei einer Veranstaltung der Landtags-SPD in München.

Sollte es zum Prozess kommen, sei die Dimension wahrscheinlich noch größer als beim NSU-Prozess, der seit fast zwei Jahren vor dem Münchner Oberlandesgericht läuft.

Beim Oktoberfest-Attentat gab es mehr Opfer - allein 211 Verletzte - und damit mehr mögliche Nebenkläger. Die  Bombe riss damals 13 Menschen in den Tod, unter ihnen der Attentäter Gundolf Köhler, ein ehemaliger Anhänger der "Wehrsportgruppe Hoffmann".

Der Rechtsextremismusexperte der SPD-Landtagsfraktion, Florian Ritter, stellte eine Anfrage an die Staatsregierung nach dem Verbleib einer abgerissenen Hand vom Tatort. Das Fragment könnte heute ein wichtiges Beweismittel sein, verschwand aber auf ungeklärte Weise. Opfervertreter spekulieren, die Hand könnte möglicherweise einem Mittäter weggerissen worden sein, der flüchten konnte.

Schlagworte zu diesem Artikel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.