Ukraine-Konflikt

Neue Gefechte in Slawjansk ausgebrochen

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Ein ukrainischer Panzer steht in der Stadt Slawjansk. (Archivbild vom 2. Mai 2014)

Slawjansk - In der ostukrainischen Stadt Slawjansk haben sich Regierungstruppen erneut Gefechte mit prorussischen Kräften geliefert.

Die Separatisten hätten den Fernsehturm sowie Soldaten mit Granatwerfern beschossen, teilte Innenminister Arsen Awakow am Montag bei Facebook mit. Es gebe keine Verletzten. Awakow warf den Kämpfern vor, sich in Wohnungen von Zivilisten zu verschanzen.

Die russische Staatsagentur Ria Nowosti meldete, die Regierungseinheiten hätten Kontrollpunkte der Separatisten am Stadteingang angegriffen. Das Mobilfunknetz sei gestört. Die Stadt mit 125 000 Einwohnern wird weitestgehend von den Separatisten beherrscht und ist vom Militär umstellt, das mit einem „Anti-Terror-Einsatz“ die Macht in der Region zurückgewinnen will.

Im Gebiet Donezk ist nach einem Radiobericht ein Journalist der kremlkritischen Zeitung „Nowaja Gaseta“ verschleppt worden. Pawel Kanygin habe in der Nacht noch eine SMS mit einer Bitte um Hilfe an mehrere Kollegen abschicken können, berichtete der Sender Echo Moskwy. Nun sei Kanygins Telefon nicht mehr erreichbar. Für die vom Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow mitgegründete „Nowaja Gaseta“ hatte auch die 2006 ermordete Kremlkritikerin Anna Politkowskaja gearbeitet.

Fotos: Machtdemonstration mitten in der Krise

Fotos: Machtdemonstration mitten in der Krise

In der Ostukraine haben prorussische Separatisten indes ein umstrittendes Referendum über die Abspaltung von Kiew abgehalten.

dpa

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