UN-Diplomat dämpft Erwartungen

Neue Runde der Syrien-Verhandlungen beginnt in Genf

Der UN-Gesandte für Syrien, Staffan de Mistura, dämpft die Erwartungen an die Verhandlungen. Foto: Martial Trezzini
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Der UN-Gesandte für Syrien, Staffan de Mistura, dämpft die Erwartungen an die Verhandlungen. Foto: Martial Trezzini
Fernsehjournalisten und Techniker vor dem UN-Gebäude in Genf. Foto: Martial Trezzini
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Fernsehjournalisten und Techniker vor dem UN-Gebäude in Genf. Foto: Martial Trezzini
Zerstörungen in der Altstadt von Aleppo in Syrien: Die lang umkämpfte Stadt gleicht an vielen Stellen einer Trümmerlandschaft. Foto: Hassan Ammar
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Zerstörungen in der Altstadt von Aleppo in Syrien: Die lang umkämpfte Stadt gleicht an vielen Stellen einer Trümmerlandschaft. Foto: Hassan Ammar
Hunderttausende Syrer sind auf der Flucht. Foto: Swen Pförtner
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Hunderttausende Syrer sind auf der Flucht. Foto: Swen Pförtner
Eine russische Suchoi Su-34 wirft über Syrien ihre Bombenlast ab. Foto: Russisches Verteidigungsministerium/Archiv
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Eine russische Suchoi Su-34 wirft über Syrien ihre Bombenlast ab. Foto: Russisches Verteidigungsministerium/Archiv
Rauchwolke über Aleppo in Syrien. In Kasachstan wird nun erneut über eine Friedenslösung für das Land verhandelt. Foto: Hassan Ammar
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Rauchwolke über Aleppo in Syrien. In Kasachstan wird nun erneut über eine Friedenslösung für das Land verhandelt. Foto: Hassan Ammar
Anwohner im schwer beschädigten Bezirk Salaheddine in Ost-Aleppo, der bis vor einigen Wochen von Rebellen kontrolliert wurde. Foto: Hassan Ammar
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Anwohner im schwer beschädigten Bezirk Salaheddine in Ost-Aleppo, der bis vor einigen Wochen von Rebellen kontrolliert wurde. Foto: Hassan Ammar

Genf - Seit sechs Jahren tobt in Syrien ein Bürgerkrieg. Am Genfer See wollen Regierung und Opposition unter UN-Vermittlung über eine politische Lösung sprechen. Findet das Töten endlich ein Ende?

Zehn Monate nach dem Scheitern der letzten Syrien-Gespräche unter UN-Vermittlung beginnen in Genf neue Verhandlungen über Ende des Bürgerkriegs.

Der UN-Syrienbeauftragte Staffan de Mistura will sich heute zunächst getrennt mit Vertretern der Regierung und der Opposition treffen. Die Regimegegner fordern jedoch schnelle direkte Verhandlungen. Es sei notwendig, Zeit zu sparen, weil jeder Tag viele Menschenleben in Syrien koste, sagte Oppositionssprecher Salim Muslit am Mittwochabend in Genf.

Die letzten Genfer Friedensgespräche hatte die Opposition im April 2016 aus Protest gegen neu aufflammende Kämpfe abgebrochen. Seitdem haben die Regierungskräfte wichtige Geländegewinne erzielt. So konnten sie unter anderem den lange umkämpften Osten der Großstadt Aleppo unter Kontrolle bringen. De Mistura will mit den Konfliktparteien in der neuen Runde über eine Übergangsregierung, eine neue Verfassung und freie Wahlen sprechen.

Der UN-Vermittler dämpfte am Mittwoch jedoch die Erwartungen. Er rechne nicht mit einem schnellen Durchbruch, sagte er. Er wolle aber die weitgehend eingehaltene Waffenruhe nutzen, um den politischen Prozess voranzutreiben. Russland habe Syriens Regierung aufgerufen, während der Verhandlungen keine Luftangriffe zu fliegen.

Muslit erklärte, die Opposition hoffe, einen ernsthaften Verhandlungspartner zu finden. Allerdings sei die Regierung nicht nach Genf gekommen, um über einen politischen Übergang zu verhandeln. "Sie sind nur hier, um Zeit zu gewinnen und mehr Verbrechen in Syrien zu begehen", sagte er. "Es gibt kein Vertrauen in dieses Regime."

Russland als wichtigster Verbündeter der Regierung und die Türkei als Unterstützer der Opposition hatten Ende Dezember eine Waffenruhe in Syrien vermittelt. Dennoch kommt es in dem Bürgerkriegsland immer wieder zu Gefechten und Luftangriffen. Seit Beginn des Bürgerkriegs vor rund sechs Jahren sind in Syrien nach UN-Angaben rund 400 000 Menschen getötet worden, Millionen Menschen sind geflohen.

UN-Informationen zu Syrien

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