Repräsentative Erhebung

Neue Studie: CDU- und AfD-Wähler unterscheiden sich vor allem in einem Punkt

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Alice Weidel (vorn), Fraktionsvorsitzende der AfD, spricht im Deutschen Bundestag vor Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Olaf Scholz (l, SPD), Bundesfinanzminister.

Eine aktuelle Studie kommt zum Ergebnis, dass die Polarisierung in der deutschen Gesellschaft wächst. Vor allem AfD- und CDU-Wähler unterscheiden sich in einem entscheidenden Punkt.

Die Zukunftserwartungen der Wähler in Deutschland laufen weit auseinander und lassen eine wachsende Polarisierung der Gesellschaft erkennen. Dabei ist die Distanz zwischen Anhängern von Union und AfD besonders groß. Das hat eine Studie der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung zu Emotionen in der Politik festgestellt, die am Donnerstag vorgelegt wurde.

„Vor allem die Wähler der AfD, mit gewissem Abstand aber auch die Wähler der Linken, weisen Zukunftserwartungen auf, die stark durch negative Gefühle geprägt sind“, heißt es in dem Papier, das auf drei repräsentativen Umfragen beruht. Wähler von Union und FDP blickten optimistisch in die Zukunft, die Wähler von SPD und Grünen stehen demnach dazwischen.

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83 Prozent der AfD-Wähler sehen schwarz für Deutschland

Der frühere Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), heute Chef der Adenauer-Stiftung, hält den Effekt emotionaler Zuwendung oder Abneigung in der Politik für „eher unterschätzt“. Dabei gebe es gerade zwischen Union und AfD keine großen Schnittmengen. Wer sich im Umfeld der Union bewege, habe ein „deutlich anderes Weltbild“ als Anhänger der AfD, sagte Lammert bei der Vorstellung der Studie in Berlin.

Der Aussage „Wenn das so weitergeht, sehe ich schwarz für Deutschland“ stimmen demnach 33 Prozent der Befragten zu. Unter den AfD-Anhängern sind es 83 Prozent, bei den Unionsanhängern nur 14 Prozent. Dazwischen liegen FDP (15), SPD (17), Grüne (22) und Linke (53). Dem Satz „Ich habe häufig Angst vor dem, was kommen wird“, stimmen insgesamt 34 Prozent zu, bei den Unionsanhängern sind es 19 Prozent, bei den AfD-Anhängern 59 Prozent. Dazwischen FDP (22), SPD und Grüne (je 34), Linke (43).

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Mit der AfD verbinden viele Unbehagen und Angst

Auffällige Unterschiede zwischen den Parteien gibt es auch bei der Frage, welche Gefühle die Wähler insgesamt mit ihnen verbinden. Das sind bei der AfD vor allem Aufregung, Empörung, Unbehagen und Angst. Bei der Union werden, allerdings erheblich weniger stark ausgeprägt, Sicherheit, Vertrauen, Zuversicht und Hoffnung genannt.

dpa

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