Trotz Zustimmung zu Merkel-Position

Neue Umfrage: Jetzt verliert die Union - zwei Parteien profitieren

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Angela Merkel und Wirtschaftsminister Peter Altmaier im Bundestag

Alle paar Tage wird die Sonntagsfrage gestellt. Diesmal dürfte die Antwort der Befragten die Unionsparteien nicht erfreuen. Dabei punktet die Kanzlerin eigentlich bei einem wichtigen Thema.

Hannover/Berlin - Eine neue Wahlumfrage sieht die Unionsparteien im Sinkflug: Nur noch 32 Prozent der Wähler würden aktuell bei einer Bundestagswahl CDU und CSU ihre Stimmen geben, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Erhebung des Instituts YouGov im Auftrag des RedaktionsNetzwerks Deutschland. Im März hatten die beiden Parteien in der Umfrage-Reihe bei der Sonntagsfrage noch 34 Prozent Zustimmung erhalten.

Leichte Gewinne können in der Umfrage hingegen SPD, Grüne und FDP verbuchen - die SPD allerdings auf äußerst niedrigem Niveau. YouGov sieht die SPD nun bei 18 Prozent, ein Prozentpunkt mehr als vor Monatsfrist. Die Grünen gewinnen einen Prozentpunkt auf nunmehr 12 Prozent, die FDP liegt nun bei 9 Prozent (+1). Stabil bleibt der Erhebung zufolge die AfD (15 Prozent), die Linke verliert einen Prozentpunkt auf nunmehr 10 Prozent.

Zuletzt zeigten die Erhebungen der verschiedenen Institute allerdings selten einheitliche Trends. Mitte April hatte eine andere Erhebung die Union noch im Aufwind gesehen.

Merkels Kurs in der Syrien-Frage kommt gut an

Fragen stellten die Umfragemacher auch zur Außen- und Sicherheitspolitik. Knapp drei Viertel der Umfrageteilnehmer unterstützten den Kurs der Bundesregierung, sich nicht an Militärschlägen in Syrien zu beteiligen. 68 Prozent wünschten sich eine engere Zusammenarbeit der europäischen Staaten in Sicherheitsfragen und auswärtigen Angelegenheiten.

Eine derzeit diskutierte Erhöhung des Verteidigungsetats scheint hingegen in der Bevölkerung umstritten: Laut der YouGov-Erhebung wollen 34 Prozent der Deutschen mehr Geld für die Bundeswehr, 29 Prozent finden die derzeitige Finanzierung ausreichend - und immer 20 Prozent der Befragten wünschen sich weniger Verteidigungs-Ausgaben. 

Lesen Sie auch: Bundesrechnungshof wirft Bundeswehr Verschwendung in Millionenhöhe vor

fn

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