Es geht um 44-Milliarden Euro

Neuer Brexit-Minister will britische Schulden an EU nur zahlen, wenn...

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Brexit-Gespräche: Michel Barnier (r) und sein neuer britischer Gesprächspartner Dominic Raab.

Dominic Raab knüpft die Begleichung der Schlussrechnung (die Briten schulden der EU noch 44 Milliarden Euro nach ihrem Austritt) an Bedingungen: Er will nur zahlen, wenn die EU Brittanien entgegenkommt.

London - Streit ums liebe Geld: Großbritannien wird die Brexit-Schlussrechnung in Höhe von 39 Milliarden Pfund (etwa 44 Milliarden Euro) wohl nur bei Zustandekommen eines gemeinsamen Handelsabkommens zahlen. Das betonte der neue Brexit-Minister Dominic Raab in einem Interview mit der Zeitung „The Sunday Telegraph“.

„Es kann nicht sein, dass eine Seite ihren Teil der Abmachung erfüllt und die andere Seite nicht oder langsam vorangeht oder sich nicht auf ihrer Seite festlegt“, sagte der Minister.

Raab löste David Davis als Brexit-Minister ab, der wegen neuer Pläne von Premierministerin Theresa May zum EU-Austritt zurückgetreten war. Auch Außenminister Boris Johnson legte sein Amt nieder.

Ähnlich wie Raab hatten sich zuvor schon May und Davis zur Schlussrechnung geäußert: Einige man sich nicht auf ein Handelsabkommen nach dem Brexit, „dann ist dieses Angebot vom Tisch“, so May. Später wurden jedoch rechtliche Bedenken bekannt.

Großbritannien will Ende März 2019 aus der Europäischen Union austreten. Brüssel besteht darauf, dass London seinen Anteil für gemeinsam getroffene Finanzentscheidungen bezahlt - für den EU-Haushalt, gemeinsame Fonds und Pensionslasten.

dpa

Lesen Sie auch zum Thema: Die Bundesregierung macht sich große Sorgen über die aktuellen Brexitverhandlungen. Und: Was passiert, wenn sich EU und Großbritannien nicht einig werden - ist das überhaupt so schlimm? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

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