“Mitglieder haben Faxen dicke“

Neuer Streit in der SPD? Nahles wirft Gabriel „Kampagne in eigener Sache“ vor

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Sigmar Gabriel (M.) und Andreas Nahles (r.) während der Koalitionsverhandlungen.

Die SPD wirkt nach der GroKo-Einigung zerstritten wie selten. Die designierte Parteivorsitzende Andrea Nahles attackiert jetzt Außenminister Sigmar Gabriel und macht ihm schwere Vorwürfe.

Die designierte SPD-Chefin Andrea Nahles hat Außenminister Sigmar Gabriels wegen dessen Bestrebens, dieses Amt zu behalten, eine "Kampagne in eigener Sache" vorgeworfen. Im Magazin "Spiegel" mahnte Nahles Gabriel zur Zurückhaltung. "Die Mitglieder der SPD haben die Faxen dicke von den ewigen Personaldebatten", sagte die SPD-Fraktionschefin dem Magazin zufolge.

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"Es ist jetzt nicht die Zeit, dass einzelne eine Kampagne für sich selbst starten", sagte Nahles dem Magazin zufolge weiter. Die Frage, wer welchen Kabinettsposten besetzt, stehe jetzt nicht im Vordergrund. Vielmehr gehe es jetzt darum, um ein Ja der SPD-Mitglieder für den Koalitionsvertrag zu werben.

Nahles lehnte es erneut ab, vor dem Abschluss des SPD-Basisvotums die Liste der in einer neuen Regierung vorgesehenen SPD-Minister offenzulegen. "Darüber werden wir nach der Mitgliederbefragung Anfang März entscheiden - und keinen Tag früher." Zu Gabriel sagte sie: "Ich bin der Meinung, dass alle SPD-Minister einen guten Job gemacht haben - auch Sigmar Gabriel."

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Die SPD-Spitze hatte zunächst entschieden, dass der damalige SPD-Chef Martin Schulz Gabriel als Außenminister ablösen solle. Darauf hatte Gabriel massiv verärgert reagiert und Schulz auch persönlich angegriffen. Nach innerparteilicher Kritik verzichtete Schulz dann aber auf das Außenamt, für dessen Chefposten der SPD nach der Koalitionsvereinbarung mit der Union das Vorschlagsrecht zusteht. Seither ist offen, wer Außenminister werden soll.

afp

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