"Norwegian Breakaway" verlässt Baudock

Neues Luxuskreuzfahrtschiff ist fertig

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Papenburg. Bei der Papenburger Meyer Werft stehen die Arbeiten an der "Norwegian Breakaway", dem größten bislang in Deutschland gebauten Kreuzfahrtschiff, kurz vor dem Abschluss.

Am Dienstag verließ der 324 Meter lange und fast 40 Meter breite Luxusliner das Baudock und wurde in den Werfthafen gebracht. Dort standen zunächst erste Tests auf dem Programm - überprüft wurden beispielsweise die Stabilisatoren oder die Bugstrahlruder, sagte ein Werftsprecher. In den nächsten Wochen stehen Abschlussarbeiten an.

Im März soll das Schiff über die Ems ins niederländische Eemshaven gefahren werden. Der Ausliefertermin an die amerikanische Reederei Norwegian Cruise Line ist im April. Die Papenburger arbeiten auch schon am Schwesterschiff, der "Norwegian Getaway". Dieser Luxusliner solle Ende 2013 fertiggestellt werden. Die beiden Schiffe im Wert von 1,2 Milliarden Euro bieten jeweils Platz für rund 4000 Passagiere.

Der Heimathafen der "Breakaway" ist New York. Von dort aus werde sie im Frühling und Sommer zu den Bermudas fahren, hieß es. Für den kommenden Winter stehen schon Kreuzfahrten zu den Bahamas und in die Karibik auf dem Programm.

Nachdem die Meyer Werft seit vielen Jahren Dank des Baus von Kreuzfahrtschiffen der Flaute im Schiffsbausektor davonsegeln konnte, steht nun auch das emsländische Traditionsunternehmen vor schwereren Zeiten. Vor zwei Wochen kündigte die Werft ein Sparprogramm von mehr als 50 Millionen Euro für dieses Jahr an, um keine Verluste zu machen.

Aufträge, die eigentlich für die Schwesterwerft Neptun in Rostock vorgesehen waren, sollen nach Papenburg kommen, um die Docks auszulasten. So soll das Forschungsschiff "Sonne" an der Ems gebaut werden, ebenso ein Flusskreuzfahrtschiff.

Die Werft will Arbeitsabläufe verbessern und setzt unter anderem auf unentgeltliche Mehrarbeit der 2500 Beschäftigten. Im Gegenzug verspricht das Unternehmen eine Erfolgsbeteiligung bei einem positiven Jahresergebnis.

Die Werft hatte zuvor bei Neuaufträgen das Nachsehen gehabt. Im Jahr 2011 waren die Niedersachsen bei einem Anschlussauftrag der Rostocker AIDA Cruises leer ausgegangen. Der Bau zweier Schiffe im Wert von rund 900 Millionen Euro ging an Mitsubishi Heavy Industries in Japan. Und zum Jahresbeginn wurde bekannt, dass die Papenburger nicht bei dem Auftrag für den Luxusliner "Oasis of the Seas 3" der amerikanischen Reederei Royal Caribbean im Wert von rund einer Milliarde Euro zum Zuge gekommen war. In den Auftragsbüchern der Schiffsschmiede sind allerdings noch mehrere Luxusliner, so dass die Werft bis 2015 noch ausgelastet ist. (dpa)

Fotos: Das ist die "Norwegian Breakaway"

Die "Norwegian Breakaway" verlässt Papenburg

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