Neuregelung für Totgeburten

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Kristina Schröder.

Berlin - Auch tot geborene Babys mit weniger als 500 Gramm Gewicht werden künftig als Kinder anerkannt. Die Eltern haben damit das Recht auf eine Geburts- und Sterbeurkunde der Standesämter und können ihre Kinder bestatten lassen.

Diese Rechtsänderungen beschloss das Bundeskabinett am Mittwoch auf Initiative von Familienministerin Kristina Schröder. Der CDU-Politikerin sei das “ein außerordentlich wichtiges Anliegen“ gewesen, sagte ihr Sprecher.

Bislang waren offiziell erst Totgeburten ab 500 Gramm als Kinder anerkannt. Kleinere Babys wurden als Fehlgeburten eingestuft und damit standesamtlich nicht erfasst. Ein Recht auf Bestattung gab es nicht, auf manchen Friedhöfen wurden diese Kinder anonym als “Sternenkinder“ bestattet.

Ein dramatisches Schicksal hatte die Initiative Schröders ausgelöst: Eltern von Zwillingen, die als Frühchen zur Welt kamen und kurz nach der Geburt starben, wollten sich mit der bisherigen Regelung nicht abfinden. Das Mädchen wog über 500 Gramm und konnte beurkundet werden, ihr Bruder mit einem viel geringeren Gewicht existierte offiziell nicht. Die Eltern reichten einem Bericht der “Berliner Zeitung“ zufolge eine Petition beim Bundestag ein, die schließlich die Bundesregierung erreichte.

dapd

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