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Nach dem Trump-Kim-Gipfel: Trump schwärmt von Nordkoreas „tollen Stränden“

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Trump steigt nach dem Gipfel in Singapur in die Präsidenten-Maschine Air Force One.

In der Nacht auf Dienstag ereignete sich ein historisches Treffen: US-Präsident Donald Trump sprach in Singapur mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Alle News im Ticker.

  • Am Dienstag (3.00 Uhr MESZ) haben sich US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in Singapur getroffen.
  • Es war das erste Treffen zwischen Regierungschefs der beiden Länder überhaupt.
  • Zu Beginn des Gipfels reichten sich Donald Trump und Kim Jong Un die Hand - ein historischer Handschlag als Symbol der Annäherung Nordkoreas und der USA.
  • Vorausgegangen waren monatelanger Streit und teils heftige gegenseitige Beschimpfungen der beiden Staatenlenker.
  • Um ca. 6:45 (MESZ) unterzeichneten die beiden Staatschefs eine historische Vereinbarung, in der sich Kim Jung Un zur „vollständigen Denuklearisierung“ verpflichtet.
  • Nach Einschätzung von Donald Trump sei der Gipfel „besser gelaufen, als irgendjemand hätte erwarten können.“

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13.56: Die Aussicht auf eine touristische Erschließung Nordkoreas hat US-Präsident Donald Trump ins Schwärmen gebracht. "Ich sehe das aus der Immobilien-Perspektive", sagte der Präsident und Geschäftsmann nach seinem Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un am Dienstag in Singapur. "Sie haben tolle Strände. Das sieht man immer, wenn sie ihre Kanonen über dem Meer abschießen."

Dem nordkoreanischen Machthaber habe er gesagt: "Schauen Sie sich diese Aussicht an. Das wäre ein tolles Wohnungsbauprojekt. Ich habe es erklärt. Sie könnten die besten Hotels in der Welt haben."

Aus Trumps Worten klang deutlich sein früherer beruflicher Schwerpunkt heraus: Vor seiner Wahl zum US-Präsidenten hatte Trump Karriere im Immobilien- und Hotelsektor gemacht.

12.48: Deutsche Politiker haben sich skeptisch zu den Ergebnissen des historischen Gipfeltreffens von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un mit US-Präsident Donald Trump geäußert. Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Alexander Graf Lambsdorff, sprach am Dienstag von einem "ungedeckten Scheck". Die gemeinsame Abschlusserklärung sei "wenig konkret" und lasse viele Fragen offen. "Ob damit der Grundstein für die nukleare Abrüstung von Nordkorea gelegt ist, bleibt abzuwarten."

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter warnte, Aussagen Trumps hätten "eine Halbwertzeit gerade mal von einem Tweet". Auch auf Kim sei kaum Verlass: "Wir haben es hier mit zwei - milde ausgedrückt - unbeständigen Charakteren zu tun." Sollte die Vereinbarung aber tatsächlich eine vollständige Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel nach sich ziehen, wäre das eine "erfreuliche Nachricht".

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Linken-Chefin Katja Kipping erklärte, es bleibe abzuwarten, ob die Ankündigung zu einer Denuklearisierung "das Papier wert ist, auf dem sie steht". Bis es zu einer "konkreten und friedenspolitisch wünschenswerten Denuklearisierung auf der koreanischen Halbinsel" seien noch "diplomatische Kraftanstrengungen" nötig. Zudem würden Trump und Kim "weiterhin völlig unberechenbare Staatschefs bleiben, denen das eigene Ego wichtiger zu sein scheint als das Wohl der Menschen in ihrer politischen Obhut."

Der stellvertretende AfD-Bundessprecher Georg Pazderski bezeichnete die Vereinbarung von Singapur als "historischen Meilenstein". Zugleich lobte Pazderski Trumps "klare Agenda". Die Vereinbarung zeige, "dass eine klare Politik zugunsten des eigenes Landes auch für die Welt insgesamt zu positiven Ergebnissen führen kann".

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12.37:  Südkoreas Präsident Moon Jae In

hat das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un als

Schlusspunkt unter den letzten Konflikt des Kalten Krieges

gewürdigt. "Die Sentosa-Vereinbarung vom 12. Juni wird als historisches Ereignis in Erinnerung bleiben, das dabei geholfen hat, die letzte Hinterlassenschaft des Kalten Kriegs auf Erden zu beseitigen", sagte Moon am Dienstag in Seoul.

Das Tauwetter zwischen den USA und Nordkorea wurde begleitet von einer rasanten Annäherung der beiden koreanischen Staatslenker. Kim und Moon hatten sich im Mai gleich zwei Mal getroffen und vereinbart, künftig regelmäßige direkte Gespräche zu führen. Der Gipfel zwischen Trump und Kim fand in einem Luxushotel auf der Sentosa-Insel in Singapur statt.

10.53: Der Sicherheitsexperte Wolfgang Ischinger hat die Erwartungen an die gemeinsame Vereinbarung zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un gedämpft. „Selbst wenn jetzt eine interessante, inhaltsreiche Vereinbarung unterschrieben sein sollte, kommt das dicke Ende natürlich erst noch einmal nach, nämlich die Frage, halten sich alle dran? , sagte der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz am Dienstag im SWR-„Tagesgespräch“.

10.45 Uhr: US-Präsident Donald Trump will Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un „zu einem angemessenen Zeitpunkt“ nach Washington einladen

Nach ihrem Gipfeltreffen in Singapur sagte Trump am Dienstag auf Journalistenfragen, dieser habe sich zu einem Besuch in den USA bereit erklärt. Trump deutete aber an, dass es noch einige Zeit dauern könnte: „Wir wollen den Weg noch ein bisschen weitergehen.“ Umgekehrt kann sich Trump auch vorstellen, „zu einem bestimmten Zeitpunkt“ selbst Pjöngjang zu besuchen.

Nie zuvor hat ein amtierender US-Präsident das abgeschottete Land besucht. Allerdings waren die ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter 1994 und Bill Clinton 2009 schon zu heiklen Vermittlungsmissionen in Nordkorea. Die ranghöchsten US-Vertreter, die Pjöngjang besucht haben, waren zuletzt Außenminister Mike Pompeo zur Vorbereitung des Gipfels sowie 2000 die frühere Außenministerin Madeleine Albright, die mit Kims Vater Kim Jong Il zusammengetroffen war.

10.42 Uhr: US-Präsident Donald Trump will auch nach seinem Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un vorerst an den Sanktionen gegen das Land festhalten. Er werde die Strafmaßnahmen aber aufheben, sobald Nordkoreas Atomwaffen "keine Größe mehr" seien, sagte Trump am Dienstag in Singapur.

10.40 Uhr: Die USA wollen die gemeinsamen Militärmanöver mit ihrem Verbündeten Südkorea beenden. Präsident Donald Trump sagte am Dienstag nach seinem Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in Singapur: "Wir werden die Kriegsspiele beenden, womit wir eine enorme Menge Geld sparen werden." Damit kommt Trump der nordkoreanischen Regierung entgegen, die seit langem ein Ende der regelmäßigen US-südkoreanischen Manöver fordert.

10.30 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat nach seinem Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un die offizielle Beendigung des Korea-Kriegs angekündigt. Der Krieg werde "bald enden", sagte Trump am Dienstag in Singapur. Die Kämpfe im Korea-Krieg waren 1953 mit einem Waffenstillstand zu Ende gegangen, ein Friedensabkommen wurde aber nie unterzeichnet.

8.42 Uhr: Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hat sich bei seinem historischen Gipfel mit US-Präsident Donald Trump zur "vollständigen Denuklearisierung" der koreanischen Halbinsel verpflichtet. Eine entsprechende Aussage enthält ein Dokument, das Kim und Trump zum Abschluss ihres Treffens am Dienstag in Singapur unterzeichneten. Der US-Präsident sagt darin im Gegenzug "Sicherheitsgarantien" für Nordkorea zu. 

7.48 Uhr: 

Als Ergebnis des historischen Gipfels zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un soll die "Denuklearisierung" Nordkoreas nach Worten Trumps "sehr schnell beginnen". Trump und Kim unterzeichneten am Dienstag in Singapur ein Dokument, das der US-Präsident als "umfassend" bezeichnete. Der Inhalt des Dokuments blieb zunächst unklar, da es noch nicht an die Medien verteilt worden war.

Trump lud den nordkoreanischen Machthaber zudem zu einem Besuch in Washington ein. Er sagte, er haben während des Treffens eine "besondere Verbindung" zu Kim aufgebaut. Der nordkoreanische Machthaber sprach seinerseits von einem "historischen Treffen" und gelobte, "die Vergangenheit zurücklassen" zu wollen.

Bei dem Gipfel ging es um den möglichen Abbau des nordkoreanischen Atomwaffenarsenals und die Friedensperspektiven auf der koreanischen Halbinsel. Es war das erste Mal, dass sich ein amtierender US-Präsident und ein nordkoreanischer Machthaber trafen.

6.53 Uhr: Nach mehrstündigen Gesprächen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un hat US-Präsident Donald Trump die Unterzeichnung eines gemeinsamen Dokuments angekündigt. "Wir werden jetzt unterzeichnen", sagte Trump am Dienstag in Singapur - wobei er nicht präzisierte, um was für ein Dokument es sich handelte. Der Präsident sprach von einer "fantastischen Begegnung" mit Kim, bei der es "viele Fortschritte" gegeben habe.

06.00 Uhr: Mit einem Handschlag für die Geschichtsbücher haben sich US-Präsident Donald Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un zu ihrem Gipfel in Singapur begrüßt. Der längere Händedruck am Dienstag in einem Luxushotel auf der Sentosa-Insel wurde von weiterer freundlicher Körpersprache begleitet: Die beiden Staatenlenker fassten sich gegenseitig an die Arme und lächelten.

Der historische Handschlag zwischen Kim Jong Un und Donald Trump. 

In einem kurzen Statement vor laufenden Kameras sagte Trump eine "großartige Beziehung" zu Kim voraus. Daran habe er "keinen Zweifel". Der nordkoreanische Machthaber sagte seinerseits, der Weg zu seinem Treffen mit dem US-Präsidenten sei "nicht leicht" gewesen. Im Weg gestanden hätten "die alten Vorurteile und Praktiken". Doch seien diese Hindernisse überwunden worden, "und wir sind heute hier".

Trump und Kim zogen sich anschließend hinter verschlossene Türen zurück. Im ersten Teil der Beratungen waren nur eine Übersetzerin und ein Übersetzer an ihrer Seite. Später soll die Runde um die Beraterteams beider Staatenlenker erweitert werden.

Bei dem Gipfel geht es um den Abbau des nordkoreanischen Atomwaffenarsenals und die Friedensperspektiven auf der koreanischen Halbinsel. Es ist das erste Mal, dass sich ein amtierender US-Präsident und ein nordkoreanischer Machthaber treffen.

Jahrzehntelang galt eine derartige Begegnung als undenkbar, doch Trump hatte sich im März überraschend zu einem Gipfel bereit erklärt. Trumps Vorgänger verfolgten stets die Linie, es könne kein Treffen mit einem Herrscher aus Pjöngjang geben, ohne dass dieser zuvor offiziell von seinem Rüstungs- und Atomprogramm ablässt. Die früheren US-Präsidenten scheuten sich überdies, den Machthaber des international isolierten Landes diplomatisch derart aufzuwerten wie es Trump nun tut.

News vom 11. Juni 

21.20 Uhr: Der frühere US-Basketballstar Dennis Rodman lässt sich das Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim Jong Un nicht entgehen: Kurz vor dem Gipfel traf er ebenfalls in Singapur ein. "Ich bin einfach nur froh, dazu zu gehören", sagte der Freund des Basketball-Fans Kim am Flughafen Changi am Montag. "Die Leute sollten nicht zu viel von dem ersten Treffen erwarten", ergänzte Rodman allerdings. Er rechne aber damit, dass es "ganz gut laufen" werde. Der ehemalige Basketball-Champion ist mindestens fünf Mal nach Nordkorea gereist. Er bezeichnet Kim als "Freund fürs Leben". Ob er auch diesmal auf Kim treffen werde, wisse er noch nicht. "Jedes Mal, wenn ich ihn treffe, ist es eine Überraschung", sagte Rodman.

18.30 Uhr: Hinter den Kulissen laufen die letzten Vorbereitungen. Es mehren sich unbestätigte Anzeichen, dass die US-Unterhändler die koreanische Delegation nicht ausreichend bewegen konnten. Offiziell hieß es, die Gespräche liefen besser als für möglich gehalten. „Wir erwarten, dass sie zu einem logischen Ergebnis kommen, schneller als wir erwartet hatten“, sagte Außenminister Pompeo. „Die Gespräche zwischen den USA und Nordkorea dauern an und haben sich schneller bewegt als erwartet“, hieß es auch vom Weißen Haus. 

„Ist großartig in Singapur zu sein“ 

Die beiden Hauptakteure hielten sich mit Stellungnahmen zurück. Der US-Präsident twitterte aus seinem Hotel nur: „Es ist großartig, in Singapur zu sein. Vorfreude liegt in der Luft.“ Anschließend traf er den Regierungschef des Gastgeberlandes, Lee Hsien Loong. Kim ließ sich bis zum Abend (Ortszeit) überhaupt nicht blicken und machte dann, hermetisch abgeriegelt von Dutzenden Bodyguards, einen Abendspaziergang in Singapur.

16.50 Uhr: Wenige Stunden vor dem Gipfel mit US-Präsident Donald Trump hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un noch eine „Singapur bei Nacht“-Tour unternommen. Die Delegation machte sich am Montag nach Anbruch der Dunkelheit (Ortszeit) unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen auf den Weg zu einer Stadtrundfahrt. Erstes Ziel war die Anlage „Gardens by the Bay“, ein moderner Botanischer Garten mit riesigen Gewächshäusern aus Glas. Daneben stehen 18 künstliche Mammutbäume aus Stahl.

Kim wurde unter anderem von Singapurs Außenminister Vivian Balakrishnan begleitet, der ein Foto der Rundfahrt auch auf Twitter veröffentlichte. Nach Informationen der Tageszeitung „Straits Times“ stand auch ein Abstecher zur Hafenpromenade auf dem Programm. Zuvor hatte der nordkoreanische Machthaber sein Hotel offenbar die ganze Zeit nicht verlassen. Der Gipfel soll am Dienstag um 09.00 Uhr Ortszeit (03.00 Uhr MESZ) beginnen.

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Große Aufregung beim Sicherheitspersonal und den Journalisten als Kim Jong Un das Hotel verließ.

14.35 Uhr: US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un werden bei ihrem Gipfeltreffen am Dienstag in Singapurzunächst unter vier Augen zusammenkommen. Neben den Staatsmännern dürften nur die Übersetzer in den Raum, teilte das Weiße Haus am Montag mit. Anschließend soll es zu einem Arbeitstreffen im erweiterten Kreis kommen. Daran werde sich ein Arbeitsessen anschließen. Zur US-Delegation gehören neben Trump unter anderem Außenminister Mike Pompeo und der Nationale Sicherheitsberater im Weißen Haus, John Bolton. Trump werde zum Ende des Gipfels die Presse über die Ergebnisse informieren. Für den Abend um 20.00 Uhr Ortszeit (14.00 Uhr MESZ) sei die Rückreise des Präsidenten nach Washington vorgesehen.

13.25 Uhr: Die Gespräche zwischen den Delegationen Nordkoreas und der USA vor dem Treffen von Präsident Donald Trump und Kim Jong Un laufen aus US-Sicht besser als erwartet. Die Gespräche gingen sehr schnell voran, sagte Außenminister Mike Pompeo am Montag. „Wir erwarten, dass sie zu einem logischen Ergebnis kommen, schneller als wir erwartet hatten“, sagte der US-Außenminister. Er kündigte an, Nordkorea werde in den Gesprächen besondere Sicherheiten angeboten bekommen. Atomare Abrüstung solle für Nordkorea kein Sicherheitsrisiko sein, sondern das Gegenteil. Ins Detail wollte Pompeo jedoch nicht gehen.

13.07 Uhr: Einen Tag vor seinem Gipfeltreffen hat sichUS-Präsident Donald Trump noch einmal telefonisch mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In beraten. Beide Präsidenten hätten sich zuversichtlich darüber geäußert, dass bei dem Gipfel am Dienstag etwas Großes erreicht werden könne, teilte Moons Büro am Montag mit. Voraussetzung dafür sei, dass Trump und Kim durch „offene Diskussionen“ einen gemeinsamen Nenner fänden.

Trump kündigte den Angaben zufolge an, er werde Außenminister Mike Pompeo kurz nach dem Treffen mit Kim nach Seoul schicken, um den Verbündeten über die Gipfelresultate zu informieren. Alle Südkoreaner würden für „den Erfolg des Gipfels beten“, wurde Moon zitiert. Ein Erfolg wäre auch ein Geschenk für die ganze Welt. Moon schrieb demnach noch einmal Trumps „starker Führung“ zu, dass der Gipfel mit Kim stattfinden könne.

Moon hatte zuvor bei einem Treffen mit Beratern in Seoul geäußert, dass der Gipfel zwischen den USA und Nordkorea nur der Beginn eines möglicherweise jahrelangen Prozesses der Aussöhnung sein werde. Moon sprach von einer „tiefverwurzelten Feindschaft“ zwischen beiden Ländern. Die Feindschaft sowie der Atomstreit könnten nicht auf einen Schlag vollständig überwunden werden, sagte Moon laut seinem Büro.

12.45 Uhr:US-Außenminister Mike Pompeo hat die diplomatische Leistung der europäischen Partner beim Zustandekommen des Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un gelobt. „Wir wären nicht wo wir sind, ohne die diplomatische Arbeit, die von unseren europäischen Partnern an unserer Seite geleistet wurde“, sagte Pompeo am Montag in Singapur.

Trump führe eine „enorme Koalition“, darunter auch die G7-Partner, sagte Pompeo nach dem Eklat auf dem Gipfel in Kanada. Die Verbündeten hätten geholfen und er habe die Erwartung, dass sich das fortsetzen werde. „Es gibt immer einmal Irritationen“, betonte der US-Außenminister. Er sei jedoch zuversichtlich, dass die Beziehungen der USA mit den G7-Ländern auf einer starker Grundlage weiter voranschreiten.

12.25 Uhr: Vor dem historischen Gipfeltreffen zwischen Donald Trump und Kim Jong Un hat US-Außenminister Mike Pompeo "beispiellose" Sicherheitsgarantien für Pjöngjang in Aussicht gestellt. Die USA seien zu solchen Garantien bereit, wenn Nordkorea einer "vollständigen, überprüfbaren und unumkehrbaren Denuklearisierung" zustimme, sagte Pompeo am Montag in Singapur. Die Vorbereitungen für das Treffen am Dienstag kommen seinen Angaben zufolge schneller voran als erwartet.

TV-Lacher vor dem Gipfel: Fox-Moderatorin nennt Trump Diktator - seinem Ex-Sprecher fällt nichts auf

11.45 Uhr: Auch in den USA wird das nahende Treffen Donald Trumps mit Kim Jong Un mit größter Aufmerksamkeit verfolgt. Ausgerechnet in dieser angespannten Atmosphäre ist einer US-Moderatorin ein kleiner, aber im Ergebnis drastischer sprachlicher Fehler unterlaufen: In einer Livesendung redete Abby Huntsman von dem Gipfel in Singapur als dem „Treffen beider Diktatoren“, wie unter anderem das Magazin Politico berichtet.

Der Fall beinhaltet gleich mehrere amüsante bis pikante Dimensionen. So passierte Huntsman der Versprecher in der Sendung „Fox and Friends“ auf Trumps-Haussender Fox. Den Showgästen fiel an der Äußerung offenbar nichts Bemerkenswertes auf - auch Trumps früherer Sprecher Anthony Scaramucci erhob keinen Einspruch. Und zuguterletzt ist Huntsman selbst über ein Ecke mit dem Weißen Haus verbandelt - ihr Vater Jon Huntsman jr. ist amtierender US-Botschafter in Russland. 

Die Moderatorin entschuldigte sich noch im Verlauf der Sendung für ihren Faux-Pas. Auf Twitter erklärte sie später: „Wir alle haben Versprecher in unserem Leben, ich habe viele - jetzt lasst uns alle wieder den Dingen zuwenden, die tatsächlich wichtig sind.“

Verhindern konnte sie damit freilich nicht, dass ihr der Fehler jetzt auf die unschmeichelhafteste Art ausgelegt wird - als Freud‘scher Versprecher. „Dieser Ausrutscher ist vermutlich das Ehrlichste, was jemals in dieser Sendung gesagt wurde“, freute sich etwa Film-Produzent Adam Best in einem Tweet.

11.38 Uhr: Donald Trump zeigt sich vor dem Gipfel mit Kim Jong Un angriffslustig: Auf Twitter holte der US-Präsident zum Rundumschlag gegen die G7-Partner aus. Das jüngste Treffen der G7 am Wochenende hatte dank Trump mit einem Eklat geendet.

+++ Herzlich willkommen zu unserem Ticker zum bevorstehenden Treffen von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un! Ab Dienstagmorgen - 9.00 Uhr Ortszeit, 3.00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit - werden die beiden streitbaren Staatenlenker von Angesicht zu Angesicht miteinander sprechen. Für Nordkorea ist alleine schon das Zusammentreffen mit dem US-Präsidenten ein diplomatischer Erfolg. Trump wird allerdings wohl auf ein unumkehrbares Ende für Kims Atomprogramm dringen. Das Treffen bietet also einigen Zündstoff.

Trump trifft Kim - so ist die Lage vor dem Gipfel

Singapur - Eines hat Donald Trump schon mal geschafft: Am Dienstag wird alle Welt auf den US-Präsidenten blicken - und auf seinen Gesprächspartner bei einem historischen Treffen, den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un.

Nach wochenlangem Hin und Her treffen Trump und Kim Jong Un in Singapur erstmals aufeinander. Mit großem Interesse wird verfolgt, ob es Trump gelingt, die kommunistische Führung aus Pjöngjang zur Aufgabe ihres Atomprogramms zu bewegen. Der Gipfel ist auf einen Tag angelegt, wird aber möglicherweise verlängert.

Trump spürt „Vorfreude“

Trump und Kim sind bereits seit Sonntag in Singapur. Beide hielten sich mit Stellungnahmen zunächst zurück. Der US-Präsident twitterte aus seinem Hotel nur: „Es ist großartig in Singapur zu sein. Vorfreude liegt in der Luft.“ Anschließend traf er sich mit Singapurs Regierungschef Lee Hsien Loong, dem Gastgeber. Kim, dessen Hotel ganz in der Nähe von Trumps Unterkunft liegt, trat in der Öffentlichkeit zunächst gar nicht in Erscheinung. Allerdings berieten Unterhändler beider Seiten.

Der Gipfel, den Trump zwischenzeitlich schon wieder abgesagt hatte, soll am Dienstag um 09.00 Uhr Ortszeit (03.00 Uhr MESZ) auf der Insel Sentosa beginnen. Es ist das erste solche Treffen in der Geschichte beider Nationen. Bis vor einigen Monaten beschimpften sich Kim und Trump gegenseitig noch heftig. Für den Nordkoreaner, dessen Land international weitgehend isoliert ist, bedeutet das Treffen auf jeden Fall eine Aufwertung. Der Gipfel in dem südostasiatischen Stadtstaat ist auch Kims bislang weiteste Auslandsreise überhaupt.

Streit um das Wort „Denuklearisierung“ droht

Die Erfolgsaussichten werden sehr unterschiedlich beurteilt. Einige Experten waren zuletzt darum bemüht, die Erwartungen zu dämpfen. Beide Seiten sind sich offenbar nicht einig, was „Denuklearisierung“ eigentlich bedeutet - also was atomare Abrüstung konkret umfasst und wie schnell sie gehen soll. Die USA sind seit vielen Jahrzehnten Atommacht. Nordkorea verfügt nach eigenen Angaben ebenfalls über Langstreckenraketen, die einen Atomsprengstoff bis aufs amerikanische Festland befördern könnten.

Bei dem Treffen dürfte auch die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Seiten eine Rolle spielen. Bislang haben die USA und Nordkorea weder Botschafter noch Botschaften im jeweils anderen Land. Darüber hinaus dürfte es auch darum gehen, einen endgültigen Friedensvertrag zwischen Nord- und Südkorea vorzubereiten. Völkerrechtlich ist der Kriegszustand zwischen beiden Seiten auch mehr als sechs Jahrzehnte nach dem Korea-Krieg noch nicht beendet. Kim hofft insbesondere auf ein Ende der Wirtschaftssanktionen, die sein Land massiv belasten.

Gipfel von Trump und Kim: Experte dämpft die Erwartungen

US-Außenminister Mike Pompeo, der zusammen mit Trump in Singapur ist, machte nochmals deutlich, dass die USA eine „völlige, überprüfbare und unumkehrbare Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel“ durchsetzen wollen. Nach seinen Angaben gingen die vorbereitenden Gespräche am Montag „ins Detail“. Trump sei gut vorbereitet. Nordkorea sieht in der atomaren Abrüstung dagegen eher einen schrittweisen Prozess.

Der renommierte US-Politikprofesser und Nordkorea-Experte Bruce Cumings hält eine komplette atomare Abrüstung auf der koreanischen Halbinsel für kaum machbar. Aus seiner Sicht wäre es schon ein Erfolg, wenn es beim Gipfel zu einem Moratorium für Tests von Raketen und Atomwaffen käme - oder Nordkorea gar dem internationalen Teststoppvertrag beitreten würde. „Aber wir werden nie wissen, ob wir jede einzelne Atombombe erfassen können“, sagte Cumings der Deutschen Presse-Agentur. Er halte den Begriff Denuklearisierung für falsch.

Die kommunistische Führung des 23-Millionen-Einwohner-Landes stimmte die Bevölkerung am Montag über die Staatsmedien auf das Treffen ein. Bei dem Gipfel gehe es darum, wie „neue Beziehungen“ entwickelt, ein dauerhafter Friedensmechanismus für die koreanische Halbinsel geschaffen und die „Denuklearisierung“ verwirklicht werden könnten. Zuvor waren die Nordkoreaner über das Treffen weitgehend im Dunkeln gelassen worden.

dpa/fn

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