Nicht lecker, teuer: Kritik an Mensa-Essen in Schulen

Fulda. Die Qualität der Schulverpflegung in Hessen stößt bei Schülern, Eltern und Experten auf Kritik. "Das Essen und vor allem die Angebote im Bereich der Zwischenverpflegung sind sehr stark verbesserungswürdig."

Das sagte der Ernährungssoziologe Georg Koscielny von der Hochschule Fulda.

Viele Schüler und Eltern sind Studien zufolge unzufrieden mit der Versorgung. Auch die Akzeptanz und Auslastung vieler Mensen sei ernüchternd. Die Angebotsgestaltung entspreche nicht den in der Wissenschaft erarbeiteten Erkenntnissen, so Koscielny. "Wir müssen moderner, zeitgemäßer und schülerorientierter unsere Mensen gestalten und betreiben, um Schüler zufriedenzustellen."

Das Kultusministerium in Wiesbaden räumte ein: "Mancherorts mag es Verbesserungsbedarf geben. Die Essensqualität in den Schulen des Landes ist jedoch besser als ihr Ruf. Die Geschmäcker sind verschieden." Kritik kommt auch von der Landesschülervertretung. Sie bemängelt die Qualität, die Speisenauswahl und den Preis. "Das Essen ist oft ziemlich teuer. Deswegen gehen die Schüler sich lieber irgendwo einen Snack holen, der dann auch noch besser schmeckt", sagte Carolin Bartz, stellvertretende Landesschulsprecherin.

Kritik zum Schulessen kommt auch vom Landeselternbeirat, dem Elternbund Hessen und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. (dpa)

Rubriklistenbild: © dpa

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