Niedersachsen macht sich stark für besseren Hochwasserschutz

Hannover/Göttingen. Nach der Flut ist vor der Flut: Die Bundesländer wollen über die Landesgrenzen hinweg ihren Hochwasserschutz verbessern. Dazu soll die Koordinierung verbessert werden.

Nach dem Hochwasser an der Elbe setzt sich Niedersachsen für einen umfassenden Hochwasserschutz über die Landesgrenzen hinaus ein. Einheitliche gemeinsame Standards der Länder seien wichtig, sagte Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) mit Blick auf die Sonderkonferenz der Umweltminister am Montag in Berlin. Bei den Planungen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes müsse auch eine gerechte Lastenverteilung der Anrainerstaaten gefunden werden, erklärte er der Nachrichtenagentur dpa.

Die Konferenz müsse zügig Mechanismen festlegen, um künftig auf ähnliche Risiken schnell zu reagieren. Den Flüssen müsse durch Polder und Auen wieder mehr Raum gewidmet werden, damit sie den schnellen Abfluss der Wassermassen bei starkem Hochwasser begünstigten. „Natürlich brauchen wir exzellente Deiche, doch das allein reicht nicht aus“, sagte Wenzel. Hochwasserschutz ist in Deutschland Sache der Kommunen. Die seien jedoch ohne Hilfe von Bund und Land überfordert, so Wenzel.

„Es ist noch unklar, wie die Kompromisse bei der Konferenz aussehen können“, sagte der niedersächsische Umweltminister. Angesichts sinkender EU-Mittel sei der Zwang zur Einigung aber groß. „Ich gehe davon aus, dass es in Berlin einen recht umfangreichen Beschluss geben wird“, sagte Wenzel. Er soll dann später den Ministerpräsidenten der Länder vorgelegt werden.

Die oppositionelle CDU im niedersächsischen Landtag hatte am Freitag eine parlamentarische Initiative angekündigt, um den Hochwasserschutz in Niedersachsen weiter zu verbessern. Dazu gehörten auch das Freihalten von Abflussflächen sowie Renaturierungen an dafür geeigneten Stellen. Der CDU-Fraktionsvize Frank Oesterhelweg rief dazu auf, über dauerhaft angelegte Hilfsfonds und erschwingliche Versicherungen nachzudenken. (lni)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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