Niedersachsen

Mann erschießt Frau vor Amtsgericht: War ein Rechtsstreit der Grund?

Nachdem vor dem Amtsgericht Celle zwei Menschen durch Schüsse gestorben sind, kommen nun erste Details ans Licht.
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Nachdem vor dem Amtsgericht Celle zwei Menschen durch Schüsse gestorben sind, kommen nun erste Details ans Licht.

In Niedersachsen wurde vor einem Gerichtsgebäude geschossen. Nun sind erste Details zu dem Drama bekannt.

Update vom Donnerstag, 03.06.2021, 19.04 Uhr: Nachdem es am Donnerstagvormittag zu Schüssen auf dem Gelände des Amtsgerichts Celle gekommen war, sind nun weitere Details bekannt. Bei dem Täter soll es sich um einen 78-Jährigen handeln. Nachdem dieser eine 49-Jährige erschossen hatte, nahm er sich im Anschluss das eigene Leben. Mehreren Medienberichten zufolge soll ein Rechtsstreit der Auslöser des Dramas gewesen sein.

Wie der NDR berichtet, soll das Opfer dem 78-jährigen Täter ein Haus im Landkreis Celle vermietet haben. Weiter soll es Probleme mit der Miete gegeben haben, weshalb die Eigentümerin klagte und den Mann zur Räumung zwingen wollte. Laut dem Bericht sollten sich die beiden zu einem Gütetermin im Amtsgericht treffen. Bislang bestätigte die Polizei dieses Motiv jedoch nicht.

Celle: Zwei Menschen sterben nach Schüssen - Hintergründe unklar

Erstmeldung vom Donnerstag, 03.06.2021, 12.42 Uhr: Celle - Auf dem Gelände des Amtsgerichts Celle in Niedersachsen sind am Donnerstagvormittag Schüsse gefallen. Ein Mann hat dort offenbar eine Frau und dann sich selbst erschossen. Das sagte Polizeisprecherin Birgit Insinger der Deutschen Presse-Agentur.

Die Sprecherin konnte zunächst nicht sagen, ob es eine Beziehung zwischen Täter und Opfer gab. Auch sei noch nicht geklärt, ob die Schüsse mit einem Termin in dem Gericht zu tun gehabt hätten. Bei dem Täter handelt es sich offenbar um einen älteren Mann. Die Hintergründe der Tat würden jetzt ermittelt.

Vor dem Amtsgericht Celle in Niedersachsen sind Schüsse gefallen. Zwei Personen sind tot.

Schüsse vor Amtsgericht Celle in Niedersachsen - Zwei Menschen tot

Laut Angaben der Polizei wurden die tödlichen Schüsse am Donnerstagmorgen zwischen 10 Uhr und 10.20 Uhr abgefeuert. Zunächst sei die Lage unklar gewesen. Polizisten sperrten die Mühlenstraße in Celle (Niedersachsen), an der das Amtsgericht liegt, nach der Alarmierung weiträumig ab.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Vor dem Eingang des Backsteingebäudes in Celle hatten die Ermittler ein kleines Zelt aufgebaut. Auch etwa 20 Polizeifahrzeuge standen an der Straße.

Ob Zeugen die Schussabgabe beobachtet haben, war ebenfalls zunächst unklar. Das Gelände sei nicht überall von der Straße aus einsehbar, sagte die Polizeisprecherin. Die 70.000-Einwohner-Stadt Celle liegt etwa 40 Kilometer nordöstlich von Hannover. (sne mit dpa)

In Einbeck im Kreis Northeim in Niedersachsen wurde im vergangenen Jahr eine Frau erschossen. Der mutmaßliche Schütze ist ihr Ehemann. Er spricht von einem Versehen.

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