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Niedersachsen-Wahl: Grünen-Chef Nouripour bedauert verpassten FDP-Einzug

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Von: Tim Vincent Dicke, Daniel Dillmann, Christian Weihrauch, Jan-Frederik Wendt

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Bei der Niedersachsen-Wahl müssen FDP und CDU herbe Verluste einstecken. Das vorläufige Endergebnis liegt vor. Der News-Ticker.

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+++ 7.49 Uhr: Der Grünen-Vorsitzende Omid Nouripour hofft nach der Niedersachsen-Wahl auf ein Ende des „Entscheidungsstaus“ der bisherigen Großen Koalition in dem Bundesland. „Wir haben in Niedersachsen eine Groko gehabt, sie haben nicht entschieden“, sagte er am Montagmorgen (10. Oktober) bei NDR-Info. Nach dem guten Abschneiden der Grünen würden sie in Koalitionsgesprächen mit der SPD besonderen Wert auf die Themen Verkehrswende, Soziales und Belange der Kinder legen. „Die Leute sind unter Druck, haben in diesen Zeiten große Sorgen“, betonte Nouripour.

Den verpassten Einzug in den Landtag der FDP bedauerte er: „Es ist bedenklich, dass die FDP es nicht geschafft hat.“ Zugleich sei es bedrückend, dass die AfD ein so gutes Ergebnis eingefahren habe. Die Antwort auf den Protest sei gute Politik, unterstrich er.

Niedersachsen-Wahl: Omid Nouripour, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, bedauert den Einzug der FDP.
Niedersachsen-Wahl: Omid Nouripour, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, bedauert den Einzug der FDP. © Kay Nietfeld/dpa

+++ 6.58 Uhr: Nach dem Desaster der Niedersachsen-Wahl wird der Ton bei den Bundesliberalen rauer. Eine Koalition werde nicht funktionieren, „wenn zwei Partner permanent Ideen entwickeln, wie man noch mehr Geld und noch mehr Geld ausgeben kann und andere sich permanent mit der Frage beschäftigen müssen, wie man das Ganze organisiert und finanziert“ sagte FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai.

Parteivize Wolfgang Kubicki forderte, dass die FDP ihre Positionen in der Ampel „deutlicher markieren“ müsse als bisher. Auf zentrale Herausforderungen in der Krise gebe es keine vernünftigen Antworten. „Daran werden wir arbeiten müssen, oder diese Ampel wird in schweres Fahrwasser kommen.“

Update vom Montag, 10. Oktober, 6.29 Uhr: Klarer Sieg für die SPD, Rekordergebnis für die Grünen – aber für die dritte Partei der Berliner Ampel-Koalition endet die Wahl in Niedersachsen mit einem bitteren Ergebnis: Die FDP fliegt aus dem Landtag. Gerät nun der Koalitionsfrieden in Gefahr? „Meine Partei hat nach wie vor große Probleme mit dieser Koalition“, sagte FDP Generalsekretär Bijan Djir-Sarai am Sonntagabend (9. Oktober) in der ARD.

Als konkreten Streitpunkt nannte er die Schuldenbremse. „Und darüber müssen wir reden – morgen in den Gremien der FDP und darüber hinaus auch in der Ampel-Koalition. Wir müssen darüber reden, dass das so nicht funktioniert“.

+++ 23.41 Uhr: Nun liegt das vorläufige Endergebnis der Niedersachsen-Wahl vor: Nach Auszählung aller Wahlkreise kommen die Sozialdemokraten mit dem amtierenden Ministerpräsidenten Stephan Weil auf 33,4 Prozent der Stimmen. Die CDU erreicht mit 28,1 Prozent den zweiten Platz. Danach folgen die Grünen mit 14,5 Prozent und die AfD mit 10,9 Prozent. Sowohl die FDP mit 4,7 Prozent als auch die Linke mit 2,7 Prozent verpassen den Einzug ins Landesparlament in Hannover.

Niedersachsen-Wahl live: Spitzenkandidaten holen Direktmandate

+++ 23.30 Uhr: Die beiden Spitzenkandidaten von SPD und CDU haben ihr Direktmandat gewinnen können. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) verteidigte sein Direktmandat im Wahlkreis Hannover-Buchholz. Der 63-Jährige setzte sich mit 44,2 Prozent gegen seinen CDU-Konkurrenten Felix Semper durch, wie die Wahlleitung mitteilte. Semper erhielt demnach 26,7 Prozent.

CDU-Mann Bernd Althusmann gewann sein Direktmandat im Wahlkreis Seevetal. Der 55-Jährige setzte sich mit 38 Prozent gegen Sabine Schulz-Rakowski (SPD) durch. Schulz-Rakowski bekam 27,6 Prozent.

Niedersachsen-Wahl live: Pleite für die CDU, Absturz der FDP

+++ 22.30 Uhr: Für die FDP gibt es kaum noch Chancen, bei der Niedersachsen-Wahl über die Fünf-Prozent-Hürde zu kommen. Laut aktualler Hochrechnungen von ARD und ZDF liegen die Liberalen nur noch bei 4,8 Prozent. In der ersten Prognose des Wahlabends hatte die Partei noch bei 5,0 Prozent gelegen. Die CDU bleibt bei 28,1 Prozent und damit dem schlechtesten Ergebnis in Niedersachsen seit 60 Jahren.

+++ 21.56 Uhr: Für die Niederlage der CDU in Niedersachsen ist laut Bernd Althusmann auch Altkanzlerin Angela Merkel verantwortlich. „Die letzten 16 Jahre der CDU auf Bundesebene - das war nicht immer einfach für uns und wurde uns als Argument in der Wahl immer und immer wieder vorgehalten“, so der Spitzenkandidat der Union nach der Landtagswahl.

+++ 21.47 Uhr: Das Ergebnis der FDP bei der Niedersachsen-Wahl ist auch in Berlin Thema. Die Führung der Bundespartei will sich bereits am Montag auf einer Pressekonferenz (11 Uhr) zu dem Abschneiden der Liberalen äußern. Auch die anderen im Bundestag vertreten Parteien kündigten Statements an.

Niedersachsen-Wahl: AfD profitiert von Verlusten bei CDU und FDP

+++ 21.28 Uhr: Laut einer Analyse der ARD hat vor allem die AfD von den Stimmenverlusten der FDP profitiert. Rund 40.000 frühere FDP-Wählerinnen und Wähler sollen bei der Niedersachsen-Wahl 2022 ihre Stimme der AfD gegeben haben. Die Rechten wiederum haben laut den Zahlen aber noch mehr von den Verlusten der CDU profitiert. 50.000 einstige Unterstützer der Union sollen diesmal ihr Kreuz bei der AfD gemacht haben.

+++ 21.20 Uhr: Es liegt die nächste Hochrechnung zur Niedersachsen-Wahl vor. Laut den Daten von Infratest Dimap erhält die SPD 33,4 Prozent der Stimmen. Das Ergebnis der CDU bleibt bei 28,1 Prozent, ebenso wie das der Grünen bei 14,5. Die AfD bekommt nun 11,0 Prozent. Die FDP erhält 4,9 Prozent und würde damit an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

ParteiErgebnis
SPD33,4 (-3,5)
CDU28,1 (-5,5)
Grüne14,5 (+5,8)
AfD11,0 (+4,8)
FDP4,9 (-2,6)
Linke2,6 (-2,0)

++ 21.10 Uhr: In Teilen der FDP schwindet die Hoffnung. Die Partei liegt nach der Niedersachsen-Wahl aktuell bei 4,9 Prozent. Damit wären die Liberalen nicht mehr im Landtag vertreten. Das drückt die Stimmung auf der Wahlparty der FDP. Wie auf Bildern der ARD zu sehen ist, verlassen zahlreiche Personen bereits den Saal.

Niedersachsen-Wahl: CDU macht SPD für AfD-Gewinne verantwortlich

+++ 20.50 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat Stephan Weil zum Sieg bei der Niedersachsen-Wahl gratuliert. „Niedersachsen bleibt in guten Händen“, twitterte der Kanzler in Richtung des Ministerpräsidenten. Scholz stammt gebürtig aus Osnabrück. Weil gilt als enger Vertrauter des Bundeskanzlers.

+++ 20.32 Uhr: Die AfD feiert bei der Niedersachsen-Wahl einen großen Erfolg. Für die Zuwächse bei den Rechten macht man in der CDU vor allem die SPD verantwortlich. „Das AfD-Ergebnis ist wesentlich zu verantworten durch die Bundes-SPD“, sagte CDU-Generalsekretär Mario Czaja beim Fernsehsender Phoenix. Die AfD profitiere durch den „Zick-Zack-Kurs der Bundesregierung“.

Niedersachsen-Wahl live: Aktelle Zahlen liegen vor - FDP jetzt unter Fünf-Prozent-Marke

+++ 20.19 Uhr: Laut aktuellen Hochrechnungen liegt die FDP bei der Niedersachsenwahl nur noch bei 4,9 Prozent. Damit würden die Liberalen nicht mehr im Landtag vertreten sein. Die SPD liegt mit 33,2 Prozen weiter vorne, gefolgt von der CDU (28,1 Prozent). Die Grünen kommen jetzt auf 14,5 Prozent. Die AfD rangiert aktuell bei 11,2 Prozent.

Niedersachsen-Wahl live: FDP kündigt Konsequenzen auf Bundesebene an

+++ 20.10 Uhr: Bei der Linken herrscht nach der Niedersachsen-Wahl die erwartete Enttäuschung. Kaum eine Umfrage hatte der Partei vor der Wahl den Einzug in den Landtag zugetraut. Den verpasste die Linke mit 3 Prozent sogar noch deutlicher als 2017. Damals war sie auf 4,6 Prozent der Stimmen gekommen. Für die Partei ist es die vierte Niederlage in diesem Jahr. Auch im Saarland, in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen war die Linke an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert.

+++ 20:00 Uhr: Die Hochrechnungen zur Niedersachsen-Wahl deuten auf eine baldige rot-grüne Regierung hin. Falls die FDP den Einzug in den Landtag verpassen sollte, haben SPD und die Grünen eine stabile Mehrheit im Landtag in Hannover. Die nächste Niederlage der FDP bei einer Landtagswahl soll auch für die Bundespartei Konsequenzen haben. „Die Rolle und die Stimme der FDP in dieser Koalition muss künftig noch deutlicher erkennbar sein als bisher“, sagte FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai am Sonntag in der ARD.

Niedersachsen-Wahl live: FDP muss erneut Stimmenverluste hinnehmen

+++ 19.30 Uhr: Auch bei der FDP in Berlin ist man nach der Niedersachsen-Wahl ratlos. Ob Saarland, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein oder nun Niedersachsen: Seit die Liberalen auf Bundesebene mitregieren, verlieren sie bei den Landtagswahlen die Zustimmung. Auf Bundesebene drücken nun selbst die Grünen der FDP in Niedersachsen die Daumen. „Wir hoffen schon, dass es die FDP noch schafft“, so Omid Nouripour, Bundesvorsitzender der Grünen, gegenüber der ARD. Vor allem angesichts des starken Ergebnisses der AfD, so Nouripour. Ganz sicher weiß der Vorsitzende aber auch, dass ohne Beteiligung im Landtag in Hannover der Druck auf die Bundes-FDP steigt - was wiederum zu Spannungen in der Ampelkoalition führen könnte.

+++ 19.12 Uhr: Eine neue Hochrechnung zur Niedersachsen-Wahl 2022 liegt vor. Die SPD erzielt demnach 33,1 Prozent, die CDU fällt auf 27,9. Die Grünen kommen auf 14, Prozent, die AfD auf 11,8. Die FDP muss mit nach wie vor 5,0 Prozent weiter um den Einzug in den Landtag bangen.

Niedersachsen-Wahl live: FDP hofft auf Einzug in den Landtag

+++ 19.00 Uhr: Bei der FDP bemüht man sich um Optimismus. „Jetzt heißt es Nerven behalten“, sagte Dr. Stefan Birkner, Landesvorsitzender der Liberalen. Für die FDP setzt sich bei der Niedersachsen-Wahl ein unguter Trend fort. Seitdem die Partei in Berlin Teil der Ampelkoalition ist, tut sie sich bei den Landtagswahlen deutlich schwerer als zum Beispiel die Grünen.

Niedersachsen-Wahl live: Bernd Althusmann kündigt Rücktritt an

+++ 18.51 Uhr: Nun äußert sich auch Bernd Althusmann. Der Spitzenkandidat der CDU bei der Niedersachsen-Wahl muss eine herbe Niederlage seiner Partei erklären. „Wir haben unser Wahlziel nicht erreicht“, so Althusmann, der seine Worte auch an den politischen Gegner richtete: „Ich gratuliere Stephan Weil und der SPD zu diesem Sieg.“ Gleichzeitig verkündete der Landesvorsitzende der CDU seinen Rücktritt. Er werde den Parteivorstand morgen offiziell darüber informieren.

Niedersachsen-Wahl: Stephan Weil feiert Sieg der SPD

+++ 18.40 Uhr: Stephan Weil betritt die Bühne. Der SPD-Kandidat und amtierende Ministerpräsident Niedersachsens feiert sich als Sieger. Man habe einen „harten Wahlkampf“ führen müssen, doch am Ende „gewonnen“. Es sei klar: „Die Wählerinnen und Wähler haben der SPD den Regierungsauftrag erteilt und niemandem sonst.“

Niedersachsen-Wahl: Prognose zeigt mögliches Bündnis zwischen SPD und Grüne

+++ 18.31 Uhr: Was bedeutet die Prognose der Niedersachsen-Wahl für die Regierungsbildung? Das Wunschbündnis von Ministerpräsident Stephan Weil und seiner SPD ist das mit den Grünen. Doch ob die beiden Parteien wirklich eine Mehrheit haben, steht noch nicht fest - auch wenn die Grünen auf ihrer Wahlparty dessen sicher scheinen.

+++ 18.15 Uhr: Auch wenn die SPD sich bei der Niedersachsen-Wahl wohl als Siegerin fühlen darf - verloren haben laut der aktuellen Prognose auch die Sozialdemokraten. Das gilt außerdem für die CDU und die FDP. Die Stimmenentwicklungen der großen Parteien im Überblick:

Niedersachsen-Wahl live: Grüne und AfD mit deutlichen Gewinnen

+++ 18.07 Uhr: Für die Grünen würde ein Ergebnis von 14,5 Prozent bei der Niedersachsen-Wahl ein gutes Ergebnis bedeuten. 2017 hatte die Partei noch 8,7 Prozent erzielt. Die deutlichsten Zugewinne in Niedersachsen hat aber die AfD. Die Rechtsaußen-Partei kann ihr Ergebnis im Vergleich zu 2017 (6,2 Prozent) fast verdoppeln.

+++ 18.03 Uhr: Sollte sich die erste Prognose der Niedersachsen-Wahl bestätigen, hätte Rot-Grün eine hauchdünne Mehrheit von einem Sitz. Daran kann sich im Laufe des Abends natürlich noch viel ändern. Entscheidend für diese Frage ist auch, ob die FDP den Einzug in den Landtag schafft oder nicht.

Niedersachsen-Wahl live: SPD liegt deutlich vorne - CDU auf Platz Zwei

+++ 18.01 Uhr: Die erste Prognose zur Niedersachsen-Wahl liegt vor. Demnach wird die SPD mit 32,5 Prozent stärkste Partei. Die CDU kommt auf 27,5 Prozent, die Grünen auf 14,5. Die FDP muss mit 5 Prozent um den Einzug in den Landtag zittern. Die AfD erzielt 12 Prozent. Die Linke verpasst nach derzeitigem Stand mit 3 Prozent den Einzug in den Landtag.

Niedersachsen-Wahl live: Noch wenige Minuten bis zur ersten Prognose

+++ 17.30 Uhr: In 30 Minuten schließen in Niedersachsen die Wahllokale. Kurz danach werden bereits die ersten Prognosen zu den Ergebnissen der Landtagswahl bekannt gegeben. Diese geben erste Hinweise auf die Ergebnisse der Niedersachsen-Wahl, können sich aber im Laufe des Abends noch ändern.

+++ 17.21 Uhr: Neben dem Rennen um die Spitze werden die Ergebnisse der Niedersachsen-Wahl Fragen über die zukünftige Regierung in Hannover aufwerfen. Eine Fortsetzung der Großen Koalition hatten SPD und CDU im Vorfeld ausgeschlossen. Rot-Grün scheint nach den letzten Umfragen eventuell möglich. Sollte es nicht dafür reichen, könnte es schwierig werden - vor allem, wenn die FDP tatsächlich den Wiedereinzug in den Landtag verpassen würde.

Live: Niedersachsen-Wahl wird zum Thema in den sozialen Medien

+++ 16.51 Uhr: In den sozialen Medien sorgen die Meldungen über die niedrige Wahlbeteiligung bei der Niedersachsen-Wahl 2022 für zahlreiche Reaktionen. Viele Menschen rufen die Wahlberechtigten dazu auf, sich an der Landtagswahl zu beteiligen. Die Wahlurnen sind noch bis 18 Uhr geöffnet.

Niedersachsen-Wahl live: Bundespolitik und internationale Krisen im Fokus

+++ 15.58 Uhr: Laut des letzten ARD-Deutschlandtrends dürfte die Niedersachsen-Wahl stark von bundespolitischen Themen bestimmt werden. 75 Prozent der Wahlberechtigten in Niedersachsen gaben an, durch die aktuelle Lage in Deutschland beunruhigt zu sein. Gründe dafür seien die Energieversorgung im Winter, die Entwicklungen im Ukraine-Krieg und die steigende Inflation. Landespolitische Themen würden dagegen in den Hintergrund rücken.

Niedersachsen-Wahl 2022 live: Weil und Althusmann geben Stimmen ab

+++ 15.20 Uhr: Noch bis 18 Uhr haben die Wahllokale in Niedersachsen geöffnet. Die Spitzenkandidaten Stephan Weil (SPD) und Bernd Althusmann (CDU) haben bereits am Vormittag ihr Kreuz gesetzt. „Wir hoffen auf eine starke Wahlbeteiligung. Und wir hoffen auf ein starkes Ergebnis für die SPD“, betonte der amtierende Ministerpräsident Weil nach dem Gang ins Wahllokal in Hannover. Auch die Oppositionskandidatinnen und -kandidaten, Grünen-Fraktionsvorsitzende Julia Willie Hamburg und FDP-Chef Stefan Birkner, gaben inzwischen ihre Stimmen ab.

Niedersachsen-Wahl live: Wahlbeteiligung niedriger als vor fünf Jahren

+++ 13.42 Uhr: Und auch zum Mittag ist die Wahlbeteiligung niedriger als vor fünf Jahren. Um 12.30 Uhr lag sie bei 24,59 Prozent, wie die Landeswahlleitung laut der dpa am Sonntag mitteilte. Fünf Jahre zuvor hatte der Wert bei 26,91 Prozent gelegen. Bis 18 Uhr sind die Wahllokale noch geöffnet. Briefwähler, von denen dieses Jahr sehr viele erwartet werden, sind in dem Zwischenstand noch nicht berücksichtigt.

Die Spitzenkandidaten Stephan Weil (SPD) und Bernd Althusmann (CDU) haben ihre Stimmen bereits abgegeben.

Niedersachsen-Wahl 2022 live: Wahlbeteiligung fällt geringer aus als 2017

+++ 11.58 Uhr: Die Wahlbeteiligung bei der diesjährigen Landtagswahl fällt geringer aus als 2017. Bis 10 Uhr haben in Niedersachsen 7,44 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen abgegeben. Das teilte die Landeswahlleitung auf Anfrage des NDR mit. Bei der vorangegangenen Wahl hatten zu diesem Zeitpunkt bereits 8,21 Prozent ihre Stimme abgegeben.

In manchen Kommunen kam es zudem zu Problemen bei der Zustellung der Briefwahlunterlagen. In Braunschweig hätten Betroffene in mindestens 300 Fällen keine Unterlagen erhalten, wie die Stadt laut einem Bericht des NDR mitteilt. Wo diese abgeblieben sind, sei unklar. In Walsrode im Heidekreis gab es vergleichbare Probleme. In einem Wahlbüro der Stadt Oldenburg sollen darüber hinaus circa 40 falsche Stimmzettel ausgegeben worden sein.

Niedersachsen-Wahl 2022: Wahllokale geöffnet – Weil „fit und hoch motiviert“

+++ 11.26 Uhr: Die Wahl ist im vollen Gange und in ganz Niedersachsen werden die Kreuzchen gesetzt. SPD und CDU äußerten sich zuletzt beide siegessicher. Aktuelle Umfragewerte zeigen allerdings, dass die SPD die Nase vorn hat. „Umfragen liegen auch nicht immer richtig, das haben wir zuletzt in NRW gesehen“, sagte Althusmann am Samstag vor der Wahl in Niedersachsen auf dpa-Anfrage. Amtsinhaber Stephan Weil (SPD) zeigte sich indes angriffslustig und richtete deutliche Worte an seinen Kontrahenten: „Das hätten die Kollegen von der CDU vielleicht gerne. Ich bin fit und hoch motiviert und möchte gerne die ganze Legislatur ‚durchziehen‘ – um Ihre Wortwahl aufzugreifen“, erklärte Weil gegenüber der Kreiszeitung.

Update vom Sonntag, 9. Oktober, 8 Uhr: Die Wahllokale für die Landtagswahl in Niedersachsen haben ab jetzt geöffnet. Rund 6,1 Millionen Menschen sind dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Erste Prognosen und Hochrechnungen gibt es nach Schließung der Wahllokale ab 18 Uhr.

Landtagswahl 2022 in Niedersachsen: SPD und CDU haben klares Ziel

Update vom Samstag, 8. Oktober, 16.40 Uhr: Bei der Niedersachsen-Wahl treten SPD und CDU mit einem klaren Ziel an: Beide wollen die Große Koalition beenden. Ob das funktioniert, hängt am Wahlsonntag auch vom Abschneiden von FDP, Grünen und AfD ab.

Update vom Freitag, 7. Oktober, 20.15 Uhr: Kurz vor der Landtagswahl in Niedersachsen haben die Parteien noch einmal mit viel Polit-Prominenz um die Gunst der Wählerinnen und Wähler geworben. CDU-Kandidat Bernd Althusmann, der Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ablösen will, erhielt am Freitag Unterstützung von Parteichef Friedrich Merz. Bundesfinanzminister Christian Lindner trat in gleich drei Städten auf – seine FDP muss laut Umfragen um den Verbleib im Landtag bangen. Die Grünen setzten in Hannover auf Bundesfamilienministerin Lisa Paus und Parteichef Omid Nouripour. Bundeskanzler Olaf Scholz spricht am Samstag zum Wahlkampfabschluss der SPD in Hannover.

Landtagswahl in Niedersachsen: Knappes Rennen zwischen SPD und CDU erwartet

Erstmeldung vom Freitag, 7. Oktober, 14 Uhr: Hannover – Es wird spannend in Niedersachsen, wenn am Sonntag (8. Oktober) rund 7,9 Millionen Wahlberechtigte zur Stimmagabe aufgerufen sind. An der Spitze lassen alle Umfragen ein knappes Rennen zwischen SPD und CDU vermuten.

Um das Ergebnis der Landtagswahl 2022 zu ihren Gunsten zu verändern, veranstalten die Parteien am Freitag ihre Abschlusskundgebungen. Den Wahlkampf in Niedersachsen beendet die SPD in Braunschweig. Mit dabei sind Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Ministerpräsident Stephan Weil. Unterstützt wird der Spitzenkandidat der Sozialdemokraten von seinem Bundesvorsitzenden Lars Klingbeil. Laut der letzten Prognosen kann die SPD auf ein gutes Ergebnis zum Abschluss des Wahljahres 2022 hoffen. Mit rund 31 Prozent lag sie zuletzt vor der CDU.

Niedersachsen-Wahl: Parteien hoffen auf gute Ergebnisse

Die Union wiederum lädt zu ihrer Abschlusskundgebung nach Hannover. Spitzenkandidat Bernd Althusmann wird in der Landeshauptstadt Niedersachsens den CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz empfangen. Althusmann, derzeit Wirtschaftsminister, würde nach der Niedersachsen-Wahl gerne Ministerpräsident werden. Die letzten Umfragen lassen aber ein anderes Ergebnis vermuten. Laut den Prognosen kommt die CDU auf rund 28 Prozent und damit den zweiten Platz hinter der SPD.

Die Grünen feiern ebenfalls in Hannover den Abschluss ihres Wahlkampfs in Niedersachsen. Mit dabei ist neben Spitzenkandidatin Julia Hamburg Bundesvorsitzender Omid Nouripour. In Umfragen hatte die Partei zuletzt ein schlechteres Ergebnis als zu Beginn des Wahlkampfs erwarten müssen. Das gilt auch für die FDP, die laut den Prognosen um den Einzug in den Landtag zittern muss. Zur Unterstützung reist Parteichef Christian Lindner zur Abschlusskundgebung der Liberalen nach Hannover.

Niedersachsen-Wahl 2022: Wann gibt es erste Ergebnisse der Landtagswahl?

Wir berichten am Wahlabend live über den Ausgang der Wahl, präsentieren die Ergebnisse in einer interaktiven Karte und berichten über die Reaktionen der Parteien.

Erste Prognosen der Landtagswahl 2022 gibt es aller Voraussicht nach bereits mit der Schließung der Wahllokale um 18 Uhr. Erste Hochrechnungen werden gegen 18.30 Uhr erwartet. Im Laufe des Abends dürften die ersten Ergebnisse der Landtagswahl dann immer genauer feststehen. Ein finales Resultat der Niedersachsen-Wahl steht dann wohl am 10. Oktober fest. (dil/chw mit Agenturen)

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