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Energiekrise bestimmt Wahlkampfauftakt von SPD, Grünen und AfD

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Von: Nils Tillmann

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SPD, Grüne und AfD haben nun ihren Wahlkampf für die Landtagswahl offiziell begonnen. Das Thema der Energiekrise ist dabei für alle drei unausweichlich.

Hannover – Der offizielle Wahlkampfauftakt für die SPD, die Grünen und die AfD in Niedersachsen stand unter dem Zeichen der Energiekrise. Schon am vergangenen Freitag (26. August) begann der amtierende SPD-Ministerpräsident Stephan Weil seinen Wahlkampf in Cuxhaven. Am Sonntag (28. August) zogen Grüne und AfD nach.

Weil, der in der kommenden Wahl in Niedersachsen für eine dritte Amtszeit als Ministerpräsident antritt, betonte in seiner Rede vor allem die sozialen Aspekte der Energiekrise. „Sorgen wir dafür, dass aus der Energiekrise keine soziale Krise wird und aus der sozialen Krise keine politische Krise“, sagte der Ministerpräsident auf der Wahlkampfveranstaltung. Es sei die „verdammte Pflicht und Schuldigkeit“ des Staates, denjenigen zur Seite zu stehen, die Hilfe brauchten. Weil sprach sich für Entlastungen für die Menschen und für mehr Investitionen des Landes aus.

Die Spitzenkandidaten der Grünen, Julia Willie Hamburg (l.) und Christian Meyer (r.), läuten ihren Wahlkampf in Hannover ein.
Die Spitzenkandidaten der Grünen, Julia Willie Hamburg (l.) und Christian Meyer (r.), läuten ihren Wahlkampf in Hannover ein. © Moritz Frankenberg/dpa

Niedersachsen: Grüne kritisieren Große Koalition

Die Doppelspitze der Grünen aus Julia Hamburg und Christian Meyer eröffnete am Sonntag den Wahlkampf mit kritischen Tönen. Der CDU, die sich derzeit die Landesregierung mit der SPD teilt, warf Meyer vor, den schnellen Ausbau von erneuerbaren Energieträgern zu verhindern. Hamburg warf dem Ministerpräsidenten Weil von der SPD vor, sich zwar als Mann von Maß und Mitte zu bezeichnen, aber vor allem Mittelmaß abzuliefern.

Die AfD, die bei der letzten Landtagswahl knapp über sechs Prozent der Stimmen erzielte, warb ebenfalls mit Lösungsvorschlägen zur Energiekrise. Bundesparteichef Tino Chrupalla forderte unter anderem das Ende der Gasumlage sowie eine reduzierte Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel. AfD-Spitzenkandidat Stefan Marzischewski sprach sich der Deutschen Presse-Agentur gegenüber zudem für ein landesweites Nahverkehrsticket aus, das auch in Teilen angrenzender Bundesländer Gültigkeit haben sollte. 50 Euro im Monat seien dafür ein realistischer Preis.

Die CDU zieht am kommenden Samstag in Osnabrück nach. Dort will Parteichef Friedrich Merz für den Spitzenkandidaten der Christdemokraten, Bernd Althusmann, werben. FDP-Parteichef Christian Lindner wird am 16. September in Oldenburg erwartet. Die niedersächsische Landtagswahl findet am 9. Oktober statt. (Nils Tillmann/dpa)

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